Monika Leutenegger

Maiandacht der Frauen

Maiandacht 2020 <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>685</div><div class='bid' style='display:none;'>7412</div><div class='usr' style='display:none;'>41</div>

Da im Mai keine Gottesdienste gehalten werden durften, musste auch die Maiandacht der Frauengemeinschaft St. Anna in Buch abgesagt werden. Doch ganz ohne Maiandacht geht es nicht.
Drei Frauen des Vorstandes haben eine Maiandacht vorbereitet, Saskia Guler und Emanuel Helg haben diese musikalisch mitgestaltet und Pascale Meier hat alles gefilmt. So entstand eine Maiandacht, die als Tagesimpuls aufgeschaltet wurde. Sie kann auch heute noch unter den vergangenen Tagesimpulsen angeschaut werden.

Gerne möchten wir Ihnen einen Teil der Maiandacht weitergeben. Diese stand unter dem Motto: Maria als Knotenlöserin.

Jeder von uns hat mit Knoten schon seine Erfahrungen gemacht. Kaum zieht man am falschen Schuhband, schon ist ein Knoten drin. Ein Knoten im Hals raubt mir die Luft und ich kann kaum sprechen. Knoten aber wieder zu öffnen ist nicht immer leicht. Entweder gelingt es mit viel Geduld, manchmal reisst aber der Geduldsfaden und der Knoten wird einfach durchgeschnitten.
Knoten in uns zu lösen benötigt manchmal viel Zeit und einen langen Atem. Und manchmal brauche ich jemanden, der mir hilft, meine Knoten zu lösen, weil ich alleine nicht mehr klarkomme. Maria ist eine Knotenlöserin, an die wir uns vertrauensvoll mit unseren «Knoten» wenden können.

Maria war in ihrem Leben mit schwierigen Situationen konfrontiert und hat einige solcher Knoten erfahren. Wir wollen diese Situation mit Texten aus der Bibel in Verbindung bringen und dabei auf unser eigenes Leben schauen.

1. Flucht nach Ägypten
Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, da erschien Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef auf und floh in der Nacht mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. (Mt 2,13-14)
Wir flüchten vor dem Coronavirus in unser Zuhause. Dort sind wir geschützt, aber oft allein. Es ist alles sehr ungewohnt und verunsichert uns.
Maria und Josef finden in Ägypten Zuflucht. Wohin kannst Du in dieser besonderen Zeit flüchten? Ist es Dein Zuhause, ein bestimmtes Zimmer? Gibt es einen besonderen Ort in der Natur, Deiner Umgebung? Findest Du Zuflucht in der Stille, im Gebet?

2. Verlust
Dann suchten sie ihn bei Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten nach ihm. Da geschah es, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel. (Lk 2,44-46)
Unser gewohnter Alltag ist verloren gegangen. Wir suchen in der aktuellen Situation neue Formen von Kontaktmöglichkeiten und Tagesstrukturen.
Der Tag von Maria und Josef wurde total überrascht. Sie fanden Jesus nicht mehr und machten sich auf den Weg, ihn zu suchen. Was hat uns in dieser Zeit besonders durcheinandergebracht? Wie haben wir einen neuen Weg im Alltag dieser besonderen Zeit gefunden?

3. Schmerz und Trauer
Es folgte ihm eine große Menge des Volkes, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch und eure Kinder! (Lk 23,27-28)
Wir sind traurig, dass im Moment viel Schönes nicht möglich ist. Wir fühlen uns ohnmächtig, weil wir unseren trauernden Mitmenschen wegen der verschiedenen Vorschriften nicht immer helfen können.
Wir denken an schmerzliche Situationen, die uns traurig gemacht haben, Wegstrecken, die schwer zu gehen waren, Pläne, die durchkreuzt wurden.

4. Tod
Bei dem Kreuz standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe dein Sohn! (Joh 19, 26-26)
Sterbende Menschen dürfen zeitweise nicht begleitet werden. Sie sind einsam und wir können nicht bei ihnen sein. Beerdigungen können nur im engsten Familienkreis stattfinden. Viele Menschen können nicht Abschied nehmen, können lieben Angehörigen nicht vor Ort Trost spenden.
Wir denken an Situationen, bei denen etwas sterben musste, etwas, das uns lieb geworden ist oder auch an einen Menschen, den wir verloren haben.
Maria, wir legen dir unsere persönlichen Knoten hin und bitten um deine Fürsprache für alle unsere Anliegen. Hoffnungsvoll erwarten wir in allen schwierigen Situationen Deinen Beistand und Segen.

Link für den entsprechenden Tagesimpuls: https://youtu.be/0U3vF2BdVNU

Vorbereitungsteam: Stefanie Hug, Susanne Müller, Monika Leutenegger
Bereitgestellt: 05.05.2020     Besuche: 62 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch