Monika Leutenegger

Dran glauben?

Glaubenskurs 2020 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Thomas&nbsp;Markus&nbsp;Meier)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>758</div><div class='bid' style='display:none;'>7736</div><div class='usr' style='display:none;'>41</div>

150 Jahre Landeskirchen: Einige der ökumenischen Glaubenskurse hatten schon stattfinden dürfen, als der Lockdown dazwischenkam.
So musste die Veranstaltung in Gachnang ausfallen, andernorts gab es eine verkürzte Version, im Begegnungszentrum Viva in Frauenfeld schliesslich wurden die letzten zwei Abende abgespeckt, aber nachgeholt.

Meist verstehen wir unter Glauben ein Für-wahr-Halten. Es ginge dann um Inhalte, eben Glaubens-Sätze. Spannender aber das Durchbuchstabieren der persönlichen Glaubenspraxis im eigenen Leben. Es geht dann um die Praxis, Orthopraxie – dem richtigen Tun. Was denn im Tiefesten auch mehr zu tun hat mit der biblischen Auffassung/Bedeutung von Glauben. Hier steht keineswegs das Für-wahr-Halten, die richtige Lehre (Orthodoxie) im Mittelpunkt, sondern Glaube meint in der Bibel eine Haltung des Vertrauens. Mit Gott in einer Beziehung leben. Beten, das Reden mit Gott, kommt lange vor dem Reden über Gott, der Glaubens-Lehre. Und gebetet wird nicht ohne Hände. Hände, die helfen, anpacken. Hände, die zur Versöhnung ausgestreckt werden. Hände, die gefaltet werden. Hände, die teilen… Alles in allem: Hände die zupacken – da kommen wir dran, gewissermassen, da müssen wir dran glauben, im positiven Sinn.

Eindrücklich, wie am letzten Abend Teilnehmende erzählt haben, wie sie zum Glauben gefunden haben; im Alltag ihren Glauben leben; die Beziehung zu Gott in der Beziehung zum Nächsten konkretisieren. Wichtig und geschätzt waren jeweils dann Austausch und Vertiefung in Kleingruppen. Und so wurde der Wunsch geäussert, solche Begegnungsmöglichkeiten, gerade über die Konfessionen hinaus, weiter zu pflegen. Eine etablierte Veranstaltung wäre hier in Erinnerung zu rufen, nämlich die Stammtische, jeweils am 1. Mittwoch des Monats, vom tecum und unserer Fachstelle Kirchliche Erwachsenenbildung. Ausserdem gibt es, wenn auch seltener, einen Stammtisch des interreligiösen Arbeitskreises des Kantons Thurgau.
Thomas Markus Meier, theologischer Leiter,
Bereitgestellt: 16.08.2020     Besuche: 58 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch