Claudia Steiger

Jeannette Fischer – Ressort «Kirchbürgerinnen und Kirchbürger»

Jeannette Fischer (Foto: Claudia Steiger)

Seit Anfang Juni ist Jeannette Fischer Mitglied der Kirchenvorsteherschaft der Katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS. Die Familienfrau und diplomierte Psychologin hat das neu konzipierte Ressort «Kirchbürgerinnen und Kirchbürger» übernommen. Welche Aufgaben in diesem Amt auf sie warten und was sie erreichen möchte – wir haben nachgefragt.
Wie sieht die Arbeit der Ressortvorsteherin «Kirchbürgerinnen und Kirchbürger» zurzeit aus?
Mit dem neuen Ressort möchten wir die Beziehung zu unseren Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern, den Gruppierungen, Vereinen und Freiwilligen pflegen. Die Zusammenarbeit soll vertieft und ausgebaut werden. Dazu gehören auch die Entwicklung einer Strategie für die Freiwilligenarbeit, sowie Vorschläge für die finanzielle Unterstützung von Institutionen und sozialen Engagements. Zudem bin ich Anlaufstelle für alle Anliegen von Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern. In einem ersten Schritt bin ich nun dabei, mit den Menschen in unserer Pfarrei Kontakt aufzunehmen. Ich möchte möglichst vielen von ihnen persönlich begegnen und bin dazu auch an verschiedenen Anlässen und Veranstaltungen im ganzen Pastoralraum vor Ort.

Zunächst fokussiere ich auf den Status quo: Welche Menschen engagieren sich bereits in der Pfarrei? Wo stehen sie? Und ganz wichtig: Was brauchen sie? In unserer Kirchgemeinde ist bereits sehr viel an Freiwilligenarbeit vorhanden. Diese will ich unterstützen und fördern – und die Bedürfnisse der Freiwilligen auch in der Kirchenvorsteherschaft einbringen. In einem nächsten Punkt gilt es sicherlich auch, herauszufinden, welche Personen vielleicht ebenfalls mitarbeiten würden – und wie und wo sie zu finden sind.

Sind bereits konkrete Projekte im Bereich der Freiwilligenarbeit geplant?
Es wird sicherlich Zeit brauchen, um Vertrauen zu schaffen – bis die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger wissen, dass es für sie eine direkte Anlaufstelle gibt. Ich rechne mit rund einem Jahr, bis konkrete Ergebnisse möglich sind. Bis dahin möchten wir auch wissen, was sich die Menschen noch wünschen, von welchen Angeboten sie denken, dass sie für unsere Kirchgemeinde nötig und wie sie zu realisieren wären. Daraus könnten durchaus neue Projekte von und für Freiwillige resultieren.

Was ist dir persönlich wichtig für die Arbeit in diesem Ressort und mit den Freiwilligen?
Mir ist es wichtig, dass wir in dieselbe Richtung gehen, dasselbe Ziel haben und im Team arbeiten. Uns verbindet der Glaube und die Werte, die uns die katholische Kirche mitgibt. Ich freue mich, dass ich das Ressort ein Stück weit selbst füllen und formen kann – mit unseren Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern. Es soll wachsen und sich möglichst vielfältig entwickeln können. Daher bin ich offen für alle und alles, was kommt. Mich interessieren die Menschen. Ich sehe das Positive, das jede und jeder mitbringt, die Stärken – und versuche immer wertschätzend auf andere zuzugehen.

Was wünschst du dir von den Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern?
Ich freue mich über jegliche konstruktive Kritik, über Wünsche und Anliegen, über Ideen bezüglich der Richtung, in die die Kirchgemeinde nicht nur in Sachen Freiwilligenarbeit gehen könnte. Ich möchte bei den Leuten sein, bei wirklich allen. Eine Anlaufstelle für die Menschen – quasi ihr Ohr in unserer Pfarrei und gleichzeitig ihr Sprachrohr. Vor möglichen Bedürfnissen oder Erwartungen, die durch mein Ressort und meine Arbeit vielleicht geweckt werden könnten, scheue ich mich nicht. Die Anliegen der Kirchbürgerinnen und Kirchbürger sollen abgeholt werden. Dafür bin ich da.
Bereitgestellt: 15.08.2021     Besuche: 50 Monat 
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