Claudia Steiger

Rorate-Gottesdienste

IMG_1432 (Foto: Luis Varandas)

Von Tauwetter sprechen wir, wenn Erstarrtes, «Verhocktes», wieder zum Fliessen kommt. Wenn kalte, eisige Zeiten ein Ende nehmen.
Manche Gewohnheiten werden durch aktuelle Geschehnisse oft plötzlich viel existentieller, lebensnaher. Im Advent feiern wir «Rorate-Gottesdienste». Sie haben ihren Namen von einer Antiphon, einem Liedvers, nach Jesaja 45,8:

«Tauet ihr Himmel von oben…».

Vom Bereich, der uns Menschen verschlossen ist, soll Rettung und Hilfe kommen. Von oben soll zum Fliessen kommen, wo wir Menschen erstarrt sind, hilflos. Wer wartete heute nicht, dass die Zeit der Pandemie endlich ihr Ende nähme? Einige Rückmeldungen zum Synodalen Prozess lauteten einigermassen ernüchtert: Was soll das bringen?

Der Advent erinnert an dunkle, triste Zeiten, als das Volk Israel wartete, hoffte auf Himmelshilfe, aber alles scheinbar beim Alten blieb. Tauet Himmel von oben – dieser Wunsch, diese Hoffnung, wird neu wieder aktuell. Dass Erstarrung, Kälte, Stillstand überwunden werden. Darum beten wir in stockdunkler Nacht. Zünden Kerzen an, damit die Hoffnung nicht erlösche.

Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter


Herzlich laden wir Sie zu unseren Rorate-Gottesdiensten ein – hier können Sie sich zu den Schülerrorate anmelden.

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Weitere Rorate-Gottesdienste feiern wir am


Bereitgestellt: 18.09.2021     Besuche: 74 Monat 
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