Claudia Steiger

Caritas – Hilfe für die Ukraine

Caritas Nothilfe Ukraine 2022 (Foto: Caritas)

Aufgrund der sich zuspitzenden Situation in der Ukraine hat Caritas Schweiz einen Nothilfebeitrag in der Höhe von 3 Millionen Franken gesprochen. Damit werden Menschen in der Ukraine mit dem Nötigsten versorgt und die Nothilfe für die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung der Flüchtenden im Nachbarland Polen unterstützt.
Die Ukraine steuert auf eine humanitäre Katastrophe zu. Die Lage im ganzen Land ist unübersichtlich und prekär. Es drohen verheerende Versorgungsengpässe mit notwendigen Gütern wie Nahrung, Wasser, Medikamenten und Strom und die Wege, um den Nachschub zu transportieren, werden zerstört.

Wo immer dies aufgrund der Kriegshandlungen noch möglich ist, verteilen mobile Teams von Caritas Ukraine überlebenswichtige Nahrungsmittel-Pakete, beliefern die Menschen mit Heizbriketts und Reparaturmaterial, um sie vor der Eiseskälte zu schützen. Die Helferinnen und Helfer der Caritas geben auch Geldkarten ab, damit sich die Betroffenen warme Kleidung kaufen können und verteilen Medikamente.

Hilfe für Vertriebene
Viele Menschen aus allen Landesteilen, insbesondere aus den grossen Städten, verlassen ihr Zuhause und begeben sich auf die Flucht. Sie suchen innerhalb des Landes Schutz oder versuchen sich über die Grenze in Nachbarländer zu retten.

Caritas Ukraine versorgt die Menschen in ihren bestehenden Zentren im ganzen Land mit Lebensnotwendigem: mit sicheren Schlafplätzen, Essen, sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln und Medikamenten. So auch tausende von Binnenflüchtlinge, die Richtung Westen fliehen und verzweifelt nach einer sicheren Unterkunft suchen. Viele Menschen haben seit Kriegsbeginn Schreckliches erlebt. Sozialarbeiterinnen und Psychologen der Caritas unterstützen kriegstraumatisierte Menschen dabei, das Erlebte zu verarbeiten. Ausserdem organisiert die Caritas Transportmittel zu Sammelplätzen, damit sich Familienangehörige und Freunde besser erreichen können und arbeitet über mobile Teams, um zu Bedürftigen zu gelangen. Besonders verängstigte Kinder erhalten psychologische Betreuung.

Rund 1000 Caritas-Mitarbeitende leisten diese Hilfe. Wenn immer möglich wird versucht, die Nothilfe aufrecht zu erhalten. Einzelne Zentren müssen schliessen, da es auch um die Sicherheit der Mitarbeitenden geht. «Wir tun alles, um landesweit Menschen in Not Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen, so wie wir es seit 2014 in der Ostukraine tun», sagt Tetiana Stawnychy, die Präsidentin der Caritas Ukraine. «Vor dem Angriff waren es bereits 2,9 Millionen Menschen, die humanitäre Hilfe benötigten. Jetzt steigt diese Zahl stark an.»

Hilfe in Nachbarländern
Bereits sind über 870'000 Menschen über die Grenzen in die Nachbarländer geflüchtet, über die Hälfte von ihnen nach Polen. Auch hier ist die Caritas für die Menschen da.

Caritas Schweiz unterstützt die Nothilfe für die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung der Flüchtenden in Polen. In den Notunterkünften der Caritas werden die Menschen mit Lebensnotwendigem versorgt: mit der Bereitstellung von sicheren Schlafplätzen, der Verteilung von Essen und sauberem Trinkwasser sowie der Abgabe von Hilfsgütern wie Hygieneartikeln und Medikamenten. Zudem wird auch psychosoziale Unterstützung geleistet.

Zudem führt Caritas Schweiz zurzeit eine Abklärungsmission zu Bedürfnissen in der Grenzregion zur Ukraine durch und hat hierfür einen Delegierten für die Humanitäre Hilfe in das Gebiet entsandt.

Um ihre Hilfe in der Ukraine und in Polen sicherzustellen, ist Caritas dringend auf Unterstützung angewiesen. Mit den Spenden werden Notunterkünfte bereitgestellt sowie Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel, Heizmaterial und medizinische Hilfen beschafft und verteilt.

Herzlichen Dank für Ihre Spende.
IBAN CH69 0900 0000 6000 7000 4

Weitere Informationen: www.caritas.ch

Bereitgestellt: 31.01.2022     Besuche: 15 Monat 
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