Unterwegs in Amerika

Gruppenfoto<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>265</div><div class='bid' style='display:none;'>4105</div><div class='usr' style='display:none;'>11</div>

Was Christoph Kolumbus konnte, können wir schon lange: Mit dieser Einstellung verliessen am Samstagmorgen 40 Lagerkinder den sicheren Hafen in Hüttwilen und «segelten» los in Richtung Amerika. Die Stimmung war heiter, jeder freute sich auf eine gemütliche Reise quer durch das Land der unendlichen Möglichkeiten. Doch weit getäuscht – viele Abenteuer warteten auf die Besatzung…
Nach der «Atlantiküberquerung» am Samstag begann der Sonntagmorgen mit einem Paukenschlag: «LAGERPRÄSIDENT GESUCHT!» Bei den Kindern gab es natürlich so manche, welche dieses Amt gerne gehabt hätten, doch nur einer konnte es haben. Es stand ein spannender Wahlkampf vor der Tür.

In den Ämtligruppen setzten sich die Kinder zusammen und gründeten ihre eigenen Parteien, kreierten Logos und schrieben Wahlversprechen auf. In der Folge gab es einen Postenlauf mit verschiedenen Aufgaben, wo die geeigneteste Partei erkoren wurde. Mitglieder dieser Partei konnten sich am Abend zur Wahl stellen, wo in der Person von Finn der neue Lagerpräsident gefunden wurde! Der Präsident hatte jeden Tag das Recht, beim Senat (den Leitern) einen Vorschlag einzureichen, der dann angenommen oder abgelehnt werden konnte. Den Abend liessen wir mit verschiedenen Spielen ausklingen.

Am Montag waren wir – gezwungenermassen – zu Gast bei den Indianern. Denn das Flugzeug unseres Präsidenten musste in der Prärie notlanden. Mangels Nahrung gab es deshalb zum Z'morge nur Wasser und Brot. Im Laufe des Morgens aber konnten sich die Kinder nach und nach bei verschiedenen Aufgaben ihr Mittagessen selbst verdienen. Jeder konnte sich in seiner Kreativität beim Erbauen von Marterpfählen oder Schminken ausleben. Es wurden aber durchaus auch praktische Sachen gemacht, etwa im Kräuter- und Heilkurs des Schamanen oder beim Erbauen von Pfeilbogen. So sank abends jeder in einen tiefen Schlaf…doch dieser währte nicht lange! Zum Ärger einiger wurden die Kinder wieder geweckt, weil eine Nachtübung bevorstand. Bei voller Dunkelheit mussten sie in einem abgesteckten Waldgebiet Goldstücke suchen und wilden Cowboys ausweichen. Zur Belohnung gab es anschliessend Schoggicreme.

Schon schrieben wir Dienstag, wo ein grosses Geländegame auf dem Programm stand. Ziel war es, dass jede Ämtligruppe ein möglichst, schönes Tippi baute. Geld fürs nötige Material konnte an den vielen verstreuten Posten erworben werden. Am Ende des Tages hatte tatsächlich jede Ämtligruppe ihr eigenes Tippi aufgestellt und sich sogar noch etwas zusätzlich «cash in die täsch» verdient. Nach der harten Zeit bei den Indianern kehrte der Wohlstand also langsam wieder zurück, was wir am Abend in einer fetten Modeschau demonstrierten.

Mittwoch ist Wandertag – wurde natürlich auch dieses Jahr eingehalten. Die kurze aber knackige Wanderung führte uns zum Rastplatz, wo wir picknickten und Spiele wie Amerikanische Bulldogge oder Werwölfeln spielten.

Wie wir uns versahen war das Lager auf einmal schon in der Hälfte und der Donnerstagmorgen war angebrochen. Erster Fixpunkt des Tages bildete eine Schnitzeljagd, welche das Ende bei einem Grillplatz hatte. Dort gönnten wir uns Würste und Schlangenbrot, hmmm… Nach einiger Freizeit stand am Abend ein Ausgang in die legendäre Spielhölle Las Vegas’ auf dem Programm. Vom totalen Kapitalverlust bis zum überquillenden Portemonnaie hatten die Kinder dabei alles zu verzeichnen. Doch Gewinn hin oder her – um 22:00 wurde der Geldhahn abgedreht und die jüngeren Kinder gingen (ab und zu sogar ohne Murren!) ins Bett. Für die älteren hiess es durchbeissen, denn deren Tag war erst nach der folgenden Abendübung zu Ende. Bei Dunkelheit folgten die Kinder einem Weg aus Leuchtstäbchen und stiessen dabei auf einige schreckliche sowie komische Entdeckungen.

Und schon waren wir beim letzten Tag angelangt. In Hollywood, der Filmstadt schlechthin, zückten auch wir unsere Videokameras und fertigten in Gruppen einige Kurzfilme an, von welchen am Abend der beste mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Gehen dabei einige zukünftige Hollywoodsternchen auf…? Nach vollbrachter Arbeit bereitete sich das ganze Lager auf den traditionellen Abschlussabend vor, welcher in einer riesigen Party endete.

Als die Besatzung dann am Samstag wieder zuhause am sicheren Hafen andockte, war die Reise vorbei. Zack, und schon war wieder eine Woche voller Emotionen, Aktionen und Missionen vorüber. Das Leiterteam schaut auf eine unglaublich tolle Lagerwoche zurück. Wir bedanken uns in diesem Sinne beim entgegengebrachten Vertrauen und sagen «bis zum nächste mool!». Mal sehen, wohin es uns dann verschlägt...
Cyrill Schöni
Bereitgestellt: 15.08.2017      
aktualisiert mit kirchenweb.ch