Denise Meier

Information & Begegnung für Mitarbeitende

Infoanlass Mitarbeitende vom 26. April 2018<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>341</div><div class='bid' style='display:none;'>4897</div><div class='usr' style='display:none;'>5</div>

Lukas Schönenberger, Koordinator Pfarrei St. Anna und Thomas Markus Meier, Theologischer Leiter a.i. begrüssten alle Mitarbeitenden der Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS und der Pfarrei St. Anna zum Informationsanlass im Pfarreizentrum Klösterli.
Zusammen mit allen Bereichsleitern stellten sie das erarbeitete Konzept den Mitarbeitenden vor.
Bei einem Organisationsentwicklungsprozess, der Anfang 2017 unter der Leitung einer Supervisorin begonnen wurde, wurden Überschneidungen der Aufgabenbereiche festgestellt. «Ziel war es, Klarheit zu schaffen und Doppelspurigkeiten zu vermeiden», erklärt Lukas Leutenegger, Präsident der Kirchenvorsteherschaft.

Neben klaren Strukturen braucht es auch eine gute Kommunikation – das ist ein weiteres Ergebnis des Organisationsprozesses. «Ich fände es gut, wenn wir einmal pro Jahr zu einem solchen Informationsabend einladen», meint Lukas Schönenberger. Das wäre eine Gelegenheit,
sich gegenseitig wahrzunehmen und die Mitarbeitenden an Entwicklungen in der Pfarrei teilhaben zu lassen. Ausserdem wird seit gut einem Jahr monatlich eine Mail mit aktuellen Informationen an alle Mitarbeitenden versendet. Lukas Schönenberger freut sich, dass so viele Menschen die Pfarrei mittragen. Dafür möchte er den Mitarbeitenden am Informationsabend danken. Lukas Leutenegger findet es faszinierend, wenn es gelingt, Aufgaben zu delegieren: «Denn dies hat etwas mit Vertrauen zu tun.»

Neue Formen der Zusammenarbeit in Frauenfeld
Je mehr Menschen miteinander arbeiten, desto klarer muss das Zusammenspiel geregelt sein. Das gilt auch für Pfarreien oder Pastoralräume, deren Strukturen immer mehr mit denen kleinerer Betriebe vergleichbar sind. In der Pfarrei St. Anna Frauenfeld, der mit 12‘500 Katholiken
grössten Pfarrei im Thurgau, haben sich die Verantwortlichen dieser Herausforderung gestellt und ein Konzept für die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienste entworfen. «Eine riesige Kurskorrektur wird es nicht geben», beschwichtigt Lukas Schönenberger, der Koordinator der Pfarrei und Leiter des Fachbereichs Katechese / Jugendarbeit. Grund dafür sei, dass man bereits vor drei Jahren mit der Einführung eines Leitungsteams entscheidende Weichen gestellt habe.
Das Leitungsteam besteht aus den Leitungen der Fachbereiche Sekretariat, Seelsorge, Kirchenmusik, Jugend / Katechese, Hauswart / Mesmer und Diakonie plus einem Vertreter der Kirchenvorsteherschaft. In diesem Team, das von Schönenberger geführt wird, werden vor allem organisatorische Belange des Pfarreilebens verhandelt. Daneben gab es ein Gremium, das sich um
seelsorgliche Angelegenheiten kümmerte: das sogenannte erweiterte Seelsorgeteam.

Ebenbürtige Teams
So entschieden sich die am Prozess Beteiligten, die Arbeit im erweiterten Seelsorgeteam einzustellen und dafür wieder ein Seelsorgeteam im engeren Sinne aufzugreifen, dem nur die Mitarbeitende mit bischöflicher Beauftragung, der Leiter Sozialdiakonie und die Seelsorgemitarbeiterin angehören. Entgegen der früheren Praxis sollen in diesem Team wirklich nur seelsorgerliche Fragen behandelt und entschieden werden. «Ich bin überzeugt, dass ein Seelsorgeteam nicht für alles zuständig sein muss, z.B. für Abläufe im Sekretariat oder die Gartengestaltung», sagt Lukas Schönenberger. Das soll weiterhin Sache des Leitungsteams bleiben. Dabei betont er die Ebenbürtigkeit der beiden Organe: «Das Seelsorgeteam kann vorspuren,steht aber auf der gleichen Ebene wie das Leitungsteam.»
Ein weiteres Ergebnis der Beratungen besteht darin, vermehrt Projektgruppen einzusetzen, in denen die direkt Betroffenen eine konkrete Aufgabe erfüllen. So braucht es z. B. für die Gottesdienstplanung nicht alle Seelsorgende, sondern nur die für die Liturgie zuständigen zusammen mit einer Vertreterin bzw. einem Vertreter aus dem Sekretariat und der Kirchenmusik.

Professionalisierung
Ein Ziel dieser klaren Aufgabenteilungen ist die Entlastung der Seelsorgenden, damit diese Freiräume für ihre eigentliche Aufgabe gewinnen. «Das gilt vor allem für unseren Gemeindeleiter, der nur zu 50 Prozent angestellt ist. Er soll die Möglichkeit haben, sich auf sein Kerngeschäft – die Seelsorge – zu konzentrieren», so Lukas Leutenegger. Lukas Schönenberger schätzt es, wenn im Seelsorgeteam wieder mehr theologische und pastorale Themen Platz
finden: «Dieser Austausch im Team ist umso wichtiger, weil er durch die Auflösung der Dekanate auf dieser Ebene wegfallen wird.» Und dann braucht es ja auch Freiräume, die Zukunft einer Pfarrei zu planen, Visionen zu entwickeln. Dafür soll wieder mehr Zeit bleiben, erhofft sich der Präsident der
Kirchenvorsteherschaft. Lukas Schönenberger sieht im begonnen Organisationsprozess einen Schritt hin zur Professionalisierung. Dieser sei angesichts eines Stammes von über 50 Mitarbeitenden auch nötig. Gespannt ist er auf die Reaktion der Bistumsleitung. Diese setzte
eher darauf, dass Seelsorgende künftig mehr Freiwillige für Pfarreiaufgaben qualifizieren und dabei begleiten.

Das Team des Bistro "Zur Alten Kaplanei" verwöhnte alle Mitarbeitenden im Anschluss mit einem grandiosen, sehr feinen und reichhaltigen Apéro riche. Alle Anwesenden schätzten es dabei, sich besser kennenzulernen und miteinander auszutauschen.
Bericht Detlef Kissner, forumKirche Nr. 9/2018, red.
Denise Meier,
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