Monika Leutenegger

Besuch in der Kaiserstadt Wien

Minireise Gruppenfoto<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>400</div><div class='bid' style='display:none;'>5671</div><div class='usr' style='display:none;'>41</div>

Es wurde schon dunkel, als sich 35 Ministranten und Ministrantinnen mit Ihren elf Leitungspersonen auf dem Mätteli in Frauenfeld trafen. Die Minis waren aufgeregt und konnten die bevorstehende Reise kaum erwarten.
In diesem Jahr führte sie diese in die Kaiserstadt Wien. Spannende und erlebnisreiche Tage standen bevor. Mit dem von Hieronimus Kwure gesprochenen Segen war endlich der Startschuss gefallen und die Minis stiegen nach einer kurzen Verabschiedung von den Eltern in den Car ein. Eine lange Nacht und Fahrt stand bevor. Unser Chauffeur brachte uns sicher und pünktlich nach Wien. Einige Minis hatten sogar etwas Schlaf gefunden. Daher stiegen wir mehr oder weniger ausgeruht in Wien aus und genossen das erste z’Morge in Wien.

Zu Beginn stand die Stadtführung auf dem Programm. Die Minis staunten nicht schlecht, als wir diese auf dem Fahrrad machten. Die absolut beste Gelegenheit, innert Kürze viel von dieser grossen und schönen Stadt zu sehen! Zudem schüttelte diese Tour die letzte Müdigkeit aus den Knochen.

Nach dem z’Mittag-Picknick im Stadtpark teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die Mädchen durften die Stallungen der berühmten Spanischen Hofreitschule besichtigen. Dort erfuhren sie voller Staunen, dass die Ställe stündlich ausgemistet werden und die schönen weissen Lipizzaner mit einem schwarzen Fell geboren werden. Die Jungs besuchten in derselben Zeit die Kapuziner-Gruft. Diese beherbergt die Prunk-Särge der verstorbenen Kaiser und deren Familien. Eindrücklich war die prachtvolle Gestaltung der Bronzesärge und die vielen Generationen, die in der Gruft ruhen.

Mit der U-Bahn fuhren wir ins Hostel zurück und bezogen unsere Zimmer. Nach einer ganz kurzen Erholungspause gingen wir dann in den Prater. Erwartungsvolle Gesichter sahen das Riesenrad bereits von weitem. In Gruppen aufgeteilt schwärmte die Schar schnell in diesem traditionsträchtigen Vergnügungspark aus und verbrachte zwei kurzweilige Stunden bei Karussell, Geisterbahn und Zuckerwatte.

Sonntagmorgen… was da wohl alles auf dem Programm steht? Die Ministranten und Ministrantinnen waren bereits beim z’Morge sehr gespannt, was sie heute erleben durften. Zuerst fuhren wir mit unserem Car zur Kirche am Steinhof und schafften es gerade noch rechtzeitig in den sonntäglichen Gottesdienst. Einzelne Ministranten und Ministrantinnen durften sogar ministrieren.

Schlag auf Schlag ging es nach dem Gottesdienst weiter. Der Weg führte uns in den Tierpark Schönbrunn. Hier teilten wir uns wiederum in unsere Gruppen auf und genossen das herrliche Herbstwetter und die Vielfalt der Tierwelt. Besonders beeindruckt haben die Pandabären, die Elefanten, die Pinguine, der sibirische Tiger und die leuchtenden Quallen. Die Zeit verfolg wie im Fluge.

Der Weg zur U-Bahn-Station führte uns über die Gloriette, wo wir den herrlichen Blick auf das Schloss Schönbrunn geniessen konnten. Mit der U-Bahn fuhren wir wieder zurück in die Stadtmitte. Im Restaurant «Müllerbeisl» kam dann endlich der kulinarische Höhepunkt der Reise: das originale Wienerschnitzel mit Petersil-Erdäpfeln. Zum Dessert gab es sogar ein kleines Stück Sachertorte, vorzüglich, aber «nicht original»…

Am Montagvormittag gab es erneut zwei parallele Programmabläufe. Die älteren Minis durften die Stadt und ihre Shoppingmöglichkeiten selbständig erkunden. Einige nutzten die Zeit, im Hotel Sacher dann die echte originale Sachertorte zu geniessen, andere bevorzugten die Shoppingtour… Die jüngeren Minis erfuhren im «Schoggimuseum» Interessantes über die Herstellung von Schokolade, wobei der Schoggi-Brunnen einer der Höhepunkte darstellte.
Anschliessend trafen wir uns im Stadtpark zum gemeinsamen Picknick. Nachdem wir uns alle ausgeruht und gestärkt hatten, nahmen wir die 343 Stufen des Südturms vom Stephansdom in Angriff. Leider konnten wir die wundervolle Aussicht auf das Zentrum der Stadt Wien nur durch kleine Fenster geniessen. Für die Interessierten verblieb jedoch genügend Zeit, den Dom auch noch von innen zu besichtigen.

Den letzten Abend verbrachten wir gemütlich im Gemeinschaftsraum des Hostels, assen Pizzas und machten viele abwechslungsreiche und lustige Spiele. Am Dienstagmorgen war es bereits wieder Zeit Abschied zu nehmen. Bevor es jedoch endgültig nach Hause ging, machten wir einen Stopp im Stift Melk vor den Toren der Stadt Wien. Wir bestaunten die barocke Pracht dieses wunderbaren UNESCO-Weltkulturerbes, welches heute als Internat, Museum und weiterhin als Kloster genutzt wird.

Erschöpft, aber zufrieden erreichten wir am späten Abend Frauenfeld. Damit ging eine weitere erlebnisreiche Ministrantenreise zu Ende.

Joel Hönger
Monika Leutenegger,
Bereitgestellt: 30.10.2018      
aktualisiert mit kirchenweb.ch