Monika Leutenegger

Jüngster Mesmer der Schweiz

Lars Ellenberger<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>462</div><div class='bid' style='display:none;'>6131</div><div class='usr' style='display:none;'>41</div>

Monika Leutenegger hat mit Lars Ellenberger, dem Mesmer der Kirchen in Uesslingen und Buch, ein Interview geführt.
Lieber Lars, du bist der jüngste Mesmer der Schweiz. Wie alt bist Du?
L.E.: Ich bin 16 Jahre alt.

Seit wann bist Du Mesmer in den Kirchen St. Peter und Paul in Uesslingen und St. Sebastian in Buch?
L.E.: Seit dem 1. Dezember 2017, also bald eineinhalb Jahre.

Es gibt ja nicht sehr viele junge Mesmer. Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen?
L.E.: Schon als kleiner Junge besuchte ich mit meiner Familie regelmässig den Gottesdienst. Mit zehn Jahren wurde ich in die Ministrantenschar Frauenfeld aufgenommen. Als meine Mutter im Jahr 2015 die Stelle als Mesmerin in den Kirchen Uesslingen und Buch übernahm, begleitete ich sie zu jedem Gottesdienst. Ich führte den Ministrantendienst aus und half ihr auch immer gern. Schon bald äusserte ich den Wunsch, diesen Dienst selbst einmal verrichten zu dürfen. Als meine Mutter die Stelle als Mesmerin in der Stadtkirche Frauenfeld übernahm, wurde für Uesslingen und Buch ein neuer Mesmer gesucht. So wurde mein Traum schnell zur Wirklichkeit. Ich freute mich riesig darüber.

Wann sind Deine Einsätze und wie lange dauern sie?
L.E.: Ich habe meistens alle zwei Wochen einen Gottesdienst am Samstagabend oder am Sonntagmorgen; der Dienst dauert in der Regel circa zwei Stunden.

Welche Arbeiten gehören zu Deinem Aufgabenbereich?
L.E. Ich bereite alles für den Gottesdienst vor und räume es wieder ab. Während dem Gottesdienst diene ich als Ministrant und übe den Lektorendienst aus. Zuständig bin ich auch für das Nachfüllen der Opferkerzen und des Weihwassers, sowie für die Leerung der Opferkassen.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den anderen Mesmerinnen und Mesmern der Pfarrei St. Anna?
L.E.: Eine wirkliche Zusammenarbeit gibt es eigentlich nicht. Alle arbeiten in «ihrer» Kirche für sich selber, umso mehr freue ich mich auf das jährliche Mesmertreffen unserer Pfarrei. Auch bin ich Mitglied im Thurgauischen Sakristanenverband, bei dem ich Tipps von den älteren und erfahrenen Mesmer erhalte und verschiedene Anlässe sowie Versammlungen besuche.

Mit welchen weiteren Mitarbeitenden der Pfarrei hast Du zu tun?
L.E.: Mit unserem Vikar Hieronimus Kwure, unseren Aushilfspriestern, meiner Mutter (Chefin der Mesmerinnen und Mesmer), dem leitenden Hauswart Christof Kaiser und den Religionslehrpersonen.

Was magst Du an Deiner Arbeit besonders gern?
L.E.: Die Vielfältigkeit, Selbständigkeit und das Miteinander im Gottesdienst.

Was sind die Herausforderungen an Deiner Arbeit?
L.E.: Dass ein Gottesdienst ohne Fehler abläuft: keine technischen Pannen, nichts vergessen und zufriedene Kirchenbesuchende.

Was machst Du ausbildungsmässig im Moment?
L.E.: Ich mache eine Lehre als Kaufmann in der Stadtverwaltung Frauenfeld.

Wie stellst Du Dir Dein Leben ins zehn Jahren vor?
L.E.: Ich hoffe, dass ich dann noch immer ein Mesmeramt ausführen kann. Ich hätte gerne eine Arbeit, die mir Freude bereitet und einer meiner Berufsideen wiederspiegelt wie zum Beispiel Jurist, Buchhalter, Stadtmesmer, Pfarrer oder Organist.

Welches sind Deine Wünsche für Deine Arbeit in der Kirche oder für das Leben in unserer Pfarrei?
L.E.: Ich hoffe, dass es den «Mesmer» noch lange in den Kirchen brauchen wird. Zudem wünsche ich mir, dass die Menschen wieder vermehrt zum Glauben finden sowie unsere Kirchen und Gottesdienste besuchen.

Lieber Lars, herzlichen Dank für dieses Interview. Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude bei Deinem Mesmeramt und bei Deiner Ausbildung.
Bereitgestellt: 29.03.2019     
aktualisiert mit kirchenweb.ch