Monika Leutenegger

Mutter- und Frauentag - nicht nur in Thundorf

Muttertag 2019 <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>500</div><div class='bid' style='display:none;'>6370</div><div class='usr' style='display:none;'>41</div>

Am Wochenende des Muttertages startete in Deutschland eine Art «Kirchenfrauenstreik» unter dem Label Maria 2.0 – ja, es brodelt in der katholischen Kirche, und die Frage nach der Gleichberichtigung in Allem, auch der Weihe, wird lauter als auch schon gestellt.
Auch der Schweizerische Katholische Frauenbund ruft auf zum nationalen Frauenstreik unter dem Motto «Gleichberechtigung. Punkt. Amen.»

Wie schon beim Suppentag in Herdern zum Fastenopferthema «Gemeinsam für starke Frauen» stellte der ökumenische Muttertagsgottesdienst in Thundorf ein unerkannt modernes biblisches Buch ins Zentrum: Die Geschichte von Noomi und Rut. Diesmal mehr auf dem Fokus von Frauen- und Mütterrollen. Noomi trägt ein schweres Schicksal; sie hat nicht nur ihren Mann, sondern auch ihre Söhne verloren. Kinderlos, alleinstehend – keine angenehme Situation, vor allem nicht im Alten Orient. Aber ihre Nachbarinnen preisen sie am Ende der Geschichte – ihre Schwiegertochter sei mehr wert als sieben Söhne. Frauensolidarität unterläuft patriarchale Traditionen. Und Noomi wird sozusagen zu geistlichen Mutter alternativer und innovativer Bibelauslegung: Sie deutet Paragrafen für verstorbene Männer um – zu Gesetzen zugunsten der überlebenden Frau. Auch der Kirche wären die Hände nicht gebunden, wenn sie auf die Frauen hören wollte und in die Zukunft gehen (so schon in den Evangelien versprochen: Was ihr auf Erden löst, daran hält sich auch der Himmel.). Schon biblische Frauen machten es vor!
Thomas Markus Meier, theologischer Leiter,
Bereitgestellt: 07.06.2019     Besuche: 33 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch