Monika Leutenegger

Musik zum Patrozinium

Stadtkirche St. Nikolaus VZ<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>15</div><div class='bid' style='display:none;'>3065</div><div class='usr' style='display:none;'>5</div>

Der Chor der Nikolauskirche singt am Sonntag, dem 8. Dezember um 10.30 Uhr mit Solistinnen und Solisten sowie einem ad-hoc-Orchester die «Pastoralmesse» in G-Dur von Karl Kempter (1819-1871) in der Stadtkirche.
Der gebürtige Bayer, dessen 200. Geburtstag wir dieses Jahr feiern, war einer der angesehensten Kirchenmusiker seiner Zeit. Er brachte es bis zum Augsburger Domkapellmeister, bevor er diese Stelle aus gesundheitlichen Gründen kurz vor seinem frühen Tod aufgeben musste. Mit seinen zahlreichen geistlichen Werken wendet sich Kempter bewusst an Laienchöre und Ensembles mit beschränktem Budget. Seine Kompositionen sind mehrheitlich sehr schlicht und eingängig gehalten, so auch die «Pastoralmesse», das einzige Werk Kempters, welches sich im Repertoire halten konnte und namentlich in Süddeutschland eine ungebrochene Aufführungstradition in der Weihnachtszeit verzeichnet. Diese Messe wurde erstmals am 24. Dezember 1851 in Augsburg aufgeführt.

In den Sätzen «Kyrie», «Sanctus» und «Benedictus» greift Kempter den berühmten Pastoraltypus (Siciliano) mit wiegenden 6/8-Takten auf, was dieser Messe ihren Namen gegeben hat. Beinahe volksliedartig muten die sanften Melodien an. Schlicht und dennoch ergreifend das einfach gebaute «Credo», mächtig auftrumpfend davor das «Gloria». Ein sehr ausdrucksstarkes, harmonisch komplizierter gebautes «Agnus Dei» beschliesst das Werk. Der Komponist ging bezüglich der Besetzung ganz pragmatisch vor: Ursprünglich für Streicher und Orgelcontinuo geschrieben, erweiterte er die «Pastoralmesse» später um eine Flöte, zwei Klarinetten, Hörner, Trompeten und Pauken. Man kann das Werk also in verschiedenen instrumentalen Besetzungen spielen. Wir freuen uns sehr, das Stück in Frauenfeld mit diesen ad-libitum (nach Belieben) Instrumenten aufführen zu können, was einen besonders feierlichen und farbenprächtigen Eindruck verspricht.
Reto Schärli, Chorleiter
Bereitgestellt: 05.12.2019     Besuche: 7 heute, 79 Monat 
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