Lukas Schönenberger

Video und Text zu den Wochenimpulsen

Bild Wochenimpuls <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Thomas&nbsp;Markus&nbsp;Meier)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>664</div><div class='bid' style='display:none;'>7419</div><div class='usr' style='display:none;'>11</div>

Wir freuen uns, Sie wöchentlich mit einem nährenden Impuls zu beschenken.


Wochenimpuls zur 30. Woche im Jahreskreis

Synode
Das katholische Kirchenparlament, die Synode, tagte am 22.Oktober in einer wichtigen Angelegenheit. Die katholische Landeskirche Thurgau gibt sich eine neue Verfassung. Diese regelt Grundsätzliches: wer welche Aufgaben übernimmt, Kirchenrat, Synode oder Kirchgemeinde. Ins Detail gehen dann das Gesetz über die katholische Landeskirche und das Gesetz über die die katholischen Kirchgemeinden.

Die Entstehung dieser wichtigen Texte verlief über manche Jahre. Zuerst war eine Expertengruppe an der Arbeit und bereitet die Texte vor. Dann konnten Kirchenrat, Synodenkommissionen, Kirchgemeinden und das Bistum ihre Meinung dazu sagen. Es gab viele Sitzungen und Diskussionen.
Nachdem alles zusammengetragen war, gab es einen neuen Entwurf, den eine Spezialkommission der Synode nochmals überarbeitete. Und nun sind die Texte fertig. In der heutigen Synode wurden sie nach zwei Lesungen verabschiedet.

Die Gesetze sind jetzt fertig, die Verfassung hat erst die erste Hürde genommen. Der Text geht jetzt zum Kanton, dann können Sie als Stimmbürger/- in bei einer Volkabstimmung darüber abstimmen. Das letzte Wort hat der Grosse Rat des Kantons Thurgau.

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin und Synodalin



Wochenimpuls zur 28. Woche im Jahreskreis

Wenn’s sprudelt und grünt

Was Schuld trage an Corona postete letzthin eine kath.ch-Leserin auf facebook:
Nämlich dass die Menschheit vor 2000 Jahren den Heiland gekreuzigt habe.
Gab etwas spöttisch zurück, das sei nun wirklich eine etwas lange Reaktionszeit.
Ausserdem: Es gäbe Geheimnisse, die seien gar Christus verborgen, die wüsste nur der Vater.
Einfache Antworten gibt es nicht.
Die Replik: Auch wenn das in der Bibel stünde, bleibe sie überzeugt.
Sie kennte ihre paar Stellen, die genügten vollauf. Bibellesen unnötig.

Für mich ist die Bibel eine gute Korrektur, ein Vielstimmenbuch.
Es gibt nicht die eine Antwort, genausowenig wie die eine Spiritualität.

Wie die Fontänen bei der Gachnanger Lourdesgrotte munter in viele Richtungen sprudeln,
so gibt es verschiedene Wasser, die unseren spirituellen Durst löschen können.
Nur, wo wir meinen, nur die eine Art, nämlich meine, sei richtig, wird es einseitig. Monoton.

A propos Lourdes: Es gab im 19. Jahrhundert unzählige Erscheinungsorte Mariens.
Einige wurden berühmt, andere gingen vergessen, einige blieben rein lokal verehrt.
Die katholische Kirche unterscheidet sinnvollerweise unterschiedliche Grade von Frömmigkeit.
Es gibt Privatfrömmigkeit, die einigen gut tut, aber nicht für die gesamte Kirche vorgesehen ist.

Und weil immer wieder neue Bewegungen, Ideen, geistliche Wege, auftauchen,
kann nicht alles gehütet und behütet, bewahrt werden.
Wie bei der Lourdesgrotte wird dann und wann Wildwuchs zurück geschnitten.
Neue Triebe wachsen in diese und jene Richtung.
Altes darf auch mal Platz für Neues machen.

Es gibt mehr als eine Fontäne.
Sprudeln und wachsen lassen – Jesuanisch empfohlene Vielfalt.

Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter


Wochenimpuls zur 26. Woche im Jahreskreis

Freude und Hoffnung, Gaudium et spes, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.

Liebe Schwestern und Brüder, diese Worte aus dem II. vatikanischen Konzil wollen gerade in der heutigen Zeit uns und allen Menschen auf dieser Welt Mut machen.

Diese Worte zeigen wie Kirche aufs engste mit der ganzen Menschheitsfamilie verbunden ist.
Menschen können «christlich» leben an allen Orten von dieser Welt.
Die weltliche, säkulare, Welt ist auch bedeutungsvoll. Die säkulare Welt steht in einem guten Verhältnis zur Kirche.

Wir hören weiter aus dem Dokument Gaudium et spes:

Durch ihr Geschaffensein haben alle Einzelwirklichkeiten ihren festen Grund.
Sie werden niemals in einen echten Konflikt mit dem Glauben kommen, weil die Wirklichkeiten des profanen, weltlichen Bereichs und die des Glaubens in demselben Gott ihren Ursprung haben.

Viele Leute sind in dieser Zeit verunsichert, weil sie wegen dem Coronavirus nicht mehr den regelmässigen Gottesdienst besuchen können.

Wir dürfen jedoch ganz sicher darauf vertrauen, dass Gott das Gute von allen Menschen in der Welt sieht.

Wenn wir Werke der Nächstenliebe tun, dann ist das auch eine Form von «Gottesdienst».

Wir dürfen sicher sein und Jesus hat es uns ganz klar versprochen, dass er immer und überall mit uns unterwegs sein wird: «Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt».

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Wochenimpuls zur 25. Woche im Jahreskreis

Glaube, Hoffnung, Liebe

In den Sommerferien haben wir die Kirche in Adelboden angeschaut. Es ist eine alte Kirche aus dem 15. Jhd., mit modernen Chorfenstern von Augusto Giacometti.
Sie zeigen die schlafenden Jünger und den betenden Jesus im Garten Getsemani. Die Jünger sind in verschiedenfarbige Gewänder gehüllt: violett, rot und grün, Symbol für Glaube, Liebe, Hoffnung.

Da kommt einem der Korintherbrief in den Sinn, wo Paulus schreibt:
«Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, doch am grössten aber ist die Liebe.»
(Kor 13,13)


Die Jünger schlafen und zeigen, wie es im Leben gehen kann: Glaube kann einschlafen, wenn wir an Gott zweifeln, ihn vergessen.
Auch die Liebe kann einschlafen zwischen Ehepartnern, zu dem Mitmenschen, zu Gott.
Und die Hoffnung schwindet manchmal auch.
Am wichtigsten auf diesem Bild ist der betende Jesus, er trägt ein blaues Kleid. Blau die Farbe der Treue. Es zeigt uns: Gott ist treu in seiner Liebe zu den Menschen, darum sind die rote und die blaue Figur auf dem gleichen Fenster. Auch wenn unser Glaube, unsere Hoffnung oder die Liebe zu ihm schlafen, er wartet auf uns, dass wir aufwachen und die Beziehung zu ihm wieder aufnehmen.

Hier der Link auf die Homepage der Kirche Adelboden:
www.ref-adelboden.ch/informationen/chronik/die-kirche/die-chorfenster

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Wochenimpuls zur 24. Woche im Jahreskreis

Seit wir wieder Gottesdienste feiern nehmen wir die Kollekte erst am Schluss bei den Ausgängen der Kirche ein. So können Sie aktiv an der Gabenbereitung teilnehmen. Nebst dem Beobachten, wie die Ministranten die Gaben zum Altar bringen sind auch wir eingeladen in diesem Moment unsere Herzen zu öffnen für das Geheimnis des Glaubens, welches anschliessend auf dem Altar geschieht.

Was vermutlich auch vielen weniger bekannt war, ist die Gebetsaufforderung von Hieronimus und unsere Antwort: Der Herr nehme das Opfer an aus deiner Hand, zum Lob und Ruhm seines Namens, zum Segen für uns und seine heilige Kirche. So versammelt sich die ganze Christenheit, Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft und wir feiern ein Stück Himmel auf Erden.

David Hug
Bereichsleitung Kind-Jugend-Familie



Wochenimpuls zur 23. Woche im Jahreskreis

Nur noch im Speisewagen kann die Maske im ÖV kurzzeitig beiseite gelegt werden.
Das Ablegen der Maske führt mich dabei zu theologischen Spekulationen.
Für uns ist eine «Person» jemand Individueller. Person steht für jemand Eigenständiges.
Sprechen wir von Gott in drei Personen, glaubten wir bei dieser Wortbedeutung
also an drei eigenständige Gottheiten.
Das liegt daran, dass das Wort Person in der Antike grad das Gegenteil von Individualität bedeutete.
Person, von per-sonare, hindurch-tönen, stand für die Maske, die Schauspieler in der Antike trugen.
Gott in drei Personen trägt wie drei Aspekte, drei Gesichter, drei Arten der Zuwendung.
Und jetzt die kühne Spekulation:
Maskentragen ist manchmal anstrengend.
Ich bin froh, wenn ich sie nach dem Aussteigen ablegen darf.
Wäre nicht auch Gott zu gönnen,
nicht immer auf bestimmte Masten/Personen, auf definierte Aspekte, festgelegt zu werden?
Die Art und Weise, wie sich Gott zeigt, offenbart, muss nicht für alle gleich sein.
Wirklich dahinter sehen wir Menschen nicht.
Vielleicht spiegeln so die unterschiedlichen Religionen, Spiritualitäten
einen Gott, der sich nicht festlegen lässt, und auch ganz anders tönen kann.
Wir sind nicht einfach angekommen bei Gott, es gibt immer noch einen nächsten Halt.

Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter


Wochenimpuls zur 22. Woche im Jahreskreis

Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: "Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus." Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die Ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denar. Sie murrten und sagten: "Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen." Da erwiderte er einem von ihnen: "Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir."

Das Los der Tagelöhner ist hart.
Die einen erhalten Arbeit im Weinberg, die anderen nicht.
Zu Hause aber warten Frauen und Kinder.
Wer keine Arbeit hat muss warten, muss präsent sein.
Wer geht, hat keine Chance.

Die Arbeitssituation ist in dieser Coronazeit vielleicht ähnlich. Viele haben ihre Arbeit verloren, sind Gelegenheitsarbeiter, und müssen eine Arbeit suchen.
Das Suchen und Warten auf Arbeit ist zum Teil noch strenger als eine Arbeit zu haben.

In der Geschichte von Jesu werden die Letzten Gewinner – und die Ersten auch.

Die Letzten, weil sie für diesen Tag ein volles, gelungenes Leben haben.
Die Ersten, weil auch sie ein volles, gelungenes Leben haben. Weil sie alle satt werden.

Diese Geschichte zeigt die Fürsorge Gottes und fordert uns auf selber fürsorglich zu handeln.
Es soll niemand Hunger haben.
Ich wünsche Ihnen und allen Menschen ein Leben in Fülle.

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Wochenimpuls zur 21. Woche im Jahreskreis

Am Ende des Adoray Festivals gehörte es in den vergangenen Jahren dazu, dass die Teilnehmenden beim Segen über Stadt und Land mitwirkten. Dabei wird für die Stadt, das Land und die ganze Welt gebetet.

Um dem Alltag der Stadt zu entfliehen fahre ich gerne zur Kirche St. Martin in Warth. Mit diesem Panorama weit über Frauenfeld hinaus hilft es mir etwas Abstand von der Arbeit und Mühen des Alltags zu nehmen. Der Ausblick lädt ein zum Gebet für die Bewohner der Stadt Frauenfeld und aller umliegender Dörfer. Dafür sind keine grossen Worte nötig, still im Herzen reicht das Gebet für unsere Mitmenschen.

David Hug
Bereichsleitung Kind-Jugend-Familie



Wochenimpuls zur 20. Woche im Jahreskreis

«Die süssesten Früchte fressen nur die grossen Tiere…»
singen Frau Enterich und das kleine Entlein
in einem Refrain in einem Schlager von Peter Alexander:
«Die süssesten Früchte fressen nur die grossen Tiere,
weil diese Bäume hoch sind, und diese Tiere gross sind.
«Die süssesten Früchte schmecken dir und mir genauso,
doch weil die Bäume hoch sind, erreichen wir sie nie.»
Muss das so sein?
Ein Perspektivwechsel kann helfen.
Selbst Salomo in all seiner Pracht war nicht gekleidet wie eine Lilie auf dem Feld.
Alles Geld der Welt reichte nicht für so einen herrlichen Swimming Pool vor der Haustüre.
Man muss es nur entdecken.
Ein Auge bekommen für das Schöne am (Wasser-)Wegrand.

Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter


Wochenimpuls "Laudato si" zur 19. Woche im Jahreskreis

Laudato si
laudato si, o-mi Signore
Sei gepriesen, du hast die Welt erschaffen
Sie gepriesen für Sonne, Mond und Sterne
Sei gepriesen für Meer und Kontinente
Sei gepriesen für Wolken, Wind und Regen
Sei gepriesen du lässt die Quellen springen
Sei gepriesen du lässt die Felder reifen
Sei gepriesen denn du bist wunderbar!


Liebe Schwestern und Brüder

Gott hat diese Welt wunderbar erschaffen, das hat der heilige Franziskus in seinem Sonnengesang aufgeschrieben und hat damit auch einen grossen Dank an Gott ausgesprochen.

Gott hat uns alle zur Mitarbeit an seiner Schöpfung aufgerufen; zur Mitarbeit und zur Mitverantwortlichkeit.

Es sind schon viele gute Werk ins Leben gerufen geworden um unserer Umwelt Sorge zu tragen.

Vieles wird nicht mehr einfach weggeworfen und verbrannt, sondern entsorgt und recycled. Unsere Entsorgungszentren werden gut genutzt. Eisen, Aluminium, Papier und viele wertvolle Elemente gehen somit weniger verloren.

In den Schulen sensibilisieren Lehrpersonen im Unterricht und auch im Religionsunterricht unsere Kinder zu einem achtsamen Umgang mit Wasser und anderen Gütern.

Papst Franziskus geht in seinem Rundschreiben «Laudato si» sogar noch einen Schritt weiter, wenn er betont, dass mit der Sorge um unsere Umwelt auch gleichzeitig die Armut in der Welt verringert werden kann.

Liebe Schwestern und Brüder,
wir alle sind deshalb aufgerufen mitzuwirken im achtsamen Umgang mit unserer Welt und Vorbilder zu sein für unsere Kinder und Mitmenschen.

Machen sie es gut!

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Wochenimpuls "Chillen mit Jesus" zur 18. Woche im Jahreskreis

Ferienzeit: weg vom Alltagsstress – Ausspannen – Relaxen – Chillen, wie heute die Jungen sagen.
Machte Jesus auch Ferien?

Genau genommen kommen die Worte ›Ferien‹ oder ›Urlaub‹ in der Bibel nicht vor. Hingegen lassen sich die Worte ›Ruhe‹ und ›Ruhen‹ sehr wohl in der Bibel finden: mindestens 170 mal.

Gleich zu Beginn der Bibel finden wir die Stelle: »Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von all seiner Arbeit aus.« [Gen 2,2]

Als weiteres Beispiel sei aus dem Psalm 23 zitiert: »Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.«

Und Jesus? Grundsätzlich lädt er uns ein, bei ihm – bei Gott – unsere Ruhe zu finden: »Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.« [Mt 11.29]

Jesus forderte auch seine Apostel, welche ausgezogen waren um in den Dörfern und Städten zu predigen und Kranke zu heilen, auszuruhen: »Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein.« [Mk 6, 30-32]

Aber auch für Jesus selbst waren Zeiten der Ruhe und Erholung notwendig – vor allem aber das Gebet, das Gebet zu Gott, seinem Vater: »Und am Morgen, als es noch dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort.«

5 Tipps zum Chillen mit Jesus:

1. Mit dem Lesen von Texten in der Bibel können wir uns durch Gottes Wort immer wieder neu für unser Leben inspirieren lassen.

2. Beim Beten findet unser Körper Ruhe und unsere Seele diese Spiritualität, die uns Gottes Gegenwart in unserem Leben bewusst werden lässt

3. Wir werden in der Bibel immer wieder aufgefordert, zu Lachen und fröhlich zu sein, heisst es doch z.B. im Psalm 47: «Ihr Völker alle, klatscht in die Hände, jauchzt mit lautem Jubel Gott zu!»

4. Wenn wir wandern oder reisen sollen wir mit offenen Augen und Ohren die Schönheit unserer Erde wahrnehmen – das wird uns mit Dankbarkeit zu unserem Schöpfer erfüllen.

5. Wir bitten im ›Vater unser‹ um das täglich Brot und dürfen sicher auch mit all unseren Sinnen unsere Mahlzeiten geniessen, aber vergessen wir dabei nicht, was Jesus gesagt hat: »In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.« [Mt 4,4]

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Wochenimpuls "Cinema" zur 17. Woche im Jahreskreis

Beim Hochfahren nach dem Lockdown ging es drum, gestaffelt zu fahren.
Das führte zu seltsamen Wertungen: Ist nun ein Baumarkt relevanter als etwa ein Gottesdienst?

Beim Kino, ähnlich wie im Gottesdienst, ist es nicht das Gleiche,
einen Film im Saal, auf Grossleinwand zu sehen, oder daheim, im Kleinformat, gestreamt zu sehen.

Ich habe das Kino vermisst und freute mich, als das Kinoerlebnis wieder möglich war.
Allerdings sass ich schon mehr als einmal als einziger im Saal.
Da ist es dann schwierig, wie gefordert, den Saal gestaffelt zu verlassen…
Es gibt also Institutionen, die haben’s noch schwerer als die Kirchen.

Ein anderer Unterschied war:
Das Kinoprogramm war einfach unterbrochen, und ging dann weiter.
Fast mit den gleichen Filmen.
In der Kirche lief das Kirchenjahr weiter. Wir haben nicht einfach Pause gemacht.
Aber wie im Kino brauchen auch wir Spannung,
umso mehr, dass die erzählten Geschichten nicht neu sind.
Sondern neu erzählt und inszeniert werden müssen.
Und auch hier können wir einladen: Komm doch auch mit!

Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter


SummerDays Impuls

Dieses Jahr führten uns die SummerDays ins wunderschöne Wallis in das Dorf Blatten bei Naters. 14 Jugendliche mit 5 jungen Erwachsenen erlebten eine erlebnisreiche Woche mit viel Spass und Abwechslung: vom Wandern bis zum Wellness gehörte alles dazu.
Ein Bericht folgt demnächst im Forum und auf der Homepage.

Wir wünschen Ihnen schöne Ferien!

David Hug
Katechet / Jugendarbeiter RPI



Wochenimpuls zur 15. Woche im Jahreskreis

Zeichen der Hoffnung

Das Weltgebetstagsplakat von 1994 begleitet mich in jeden neuen Tag.
Es heisst "Zeichen der Hoffnung" und wurde vom palästinensischen Künstler Sliman Mansour gemalt. Die grosse weisse Taube ist der Blickfang: das Symbol des Friedens – und des Heiligen Geistes.

Es hat mich zu folgendem Gebet inspiriert:

Heiliger Geist
Gib uns den Mut den ersten Schritt zu tun, den ersten Schritt auf den anderen zu.
Öffne unsere Augen und unser Herz, dass wir die Ängste und Nöte des Anderen erkennen.
Gib uns die Kraft zum Handeln und schenke uns die richtigen Worte.
Amen


Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Wochenimpuls zur 14. Woche im Jahreskreis

Gedanken zur «Neuen Genfer Übersetzung» (NGÜ) der Bibel

Wenn ich in der Einheitsübersetzung der Bibel lese, merke ich immer wieder, wie vermeintlich weit weg von meiner Lebensrealität deren teilweise vor mehreren tausend Jahren geschriebenen Texte sind. Manchmal verstehe ich schlicht weg nicht, was mit der Text sagen will.

Die NGÜ versucht, die Bibel möglichst verständlich in die heutige Zeit zu «übersetzen». Dabei hat die inhaltliche Genauigkeit aber oberste Priorität. Um den Text übersichtlicher zu gestalten, ist jeder Sinnabschnitt mit einer Überschrift versehen.
Bis jetzt ist das Neue Testament übersetzt, sowie die Psalmen und die Sprüche.

Im Matthäus Evangelium gibt dieser Jesus Bergpredigt wieder. Dabei sind mir die Überschriften der NGÜ für mein persönliches Verständnis sehr hilfreich.

Ein Beispiel: «Verurteilt niemand, damit auch ihr nicht verurteilt werdet. Denn so, wie ihr über andere urteilt, werdet ihr selbst beurteilt werden, und mit dem Mass, das ihr bei anderen anlegt, werdet ihr selbst gemessen werden.» (Matthäus 7,1-2)

In der Einheitsübersetzung ist dieser Abschnitt überschrieben mit «Vom Richten», in der NGÜ mit «Warnung vor selbstgerechtem Urteilen»

Besonders spannend für mich dann im weiteren Verlauf Matthäus 7,6: «Gebt das Heilige nicht den Hunden, werft eure Perlen nicht vor die Schweine! Sie könnten sonst eure Perlen zertrampeln und sich dann gegen euch wenden und euch zerreissen».

Früher konnte ich mit dieser Stelle nichts anfangen – was will mir das sagen? In der Einheitsübersetzung lautet die Überschrift «Entweihung des Heiligen» in der NGÜ «…aber kein Verzicht auf notwendige Beurteilung»
Heisst für mich: Verurteile (Richte) niemand, urteile nicht selbstgerecht, aber trotzdem kann es so etwas wie eine «notwendige Beurteilung» geben, z.B. im Arbeitsleben.

Ein kleines Beispiel dafür, wie wichtig es für uns als Christen ist, die Bibel nicht nur zu lesen, sondern zu versuchen wirklich zu verstehen, was dies für unser heutiges Leben bedeutet. Dafür kann die NGÜ meiner Ansicht nach hilfreich sein.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gottes Segen und gute Glaubensimpulse mit der «Neuen Genfer Übersetzung».

Christoph Oechsle
Leiter Sozialdiakonie



Wochenimpuls zur 13. Woche im Jahreskreis

«A Whiter Shade of pale» – sie wird bleich…
So der berühmteste Pop-Hit aus dem Jahr 1967 der Gruppe Procol Harum.

In einer Zeile heisst es:
‘if behind is in front’, wenn das Hinterste nach Vorne kommt,
oder wie wir in der Mundart sagen «z’underopsi», das Unterste zu Oberst.

Spannender als der Text ist die Musik.
Eigentlich ist sie vom Basslauf her, aber auch sonst: ganz Barock empfunden.
Das Intro inspiriert sich an Johann Sebastian Bach.
Und auch die Melodie lässt kurz eine Bach-Kantate anklingen:
«Wachet auf, ruft uns die Stimme».
Darüber später mal einen eigenen Wochenimpuls.

Etwas vom faszinierendsten an der Barockmusik ist der cantus firmus.
Eine bekannte Choralmeldodie wird phantasievoll umspielt.
Mit andern Worten: Eine ganz neue Melodie wird unterlegt mit einem
– heute würden wir sagen – altbekannten Schlager.

Eines der berühmtesten Beispiele: Jesu, bleibet meine Freude.

Diese berühmte Musik steht jeweils am Schuss einer zweiteiligen Kantate
von Joh. Seb. Bach zum Fest Mariae Heimsuchung:
«Wohl mir, dass ich Jesum habe», späte: «Jesu bleibet meine Freude».

Wir feiern diese Woche das Fest Mariae Heimsuchung, am 2. Juli.
Wie auch die Lutherische Kirche, zu der Bach gehörte…

Heimsuchung erinnert an Marias Besuch bei ihrer Cousine Elisabeth.
Dabei formuliert dabei das Magnifikat.

Es ist wie ein neues Lied, das immer wieder biblische Psalmen anklingen lässt.
Ganz neue Töne über einer bekannten Vorlage.

Im Magnificat auch singt Maria: Er stürzt die Mächtigen vom Throne,
er macht alles z’underobpsi;
oder wie im Song von Procol Harum: if behind is in front.

Wenn dahinter etwas ganz anderes aufscheint.
Wenn das Alte ganz neu ausgedrückt wird.
Neu verpackt zu packen weiss.


Impuls: Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter
Musik: Emanuel Helg, Leitung Kirchenmusik


Ein Stück Himmel im Thurgau

Das 150-Jahr-Jubiläum der Landeskirchen ist Ende 2019 erfolgreich angelaufen: Der feierliche Eröffnungsakt, der Prix Diakonie und das Chorkonzert mit 75 Stimmen. Im Februar starteten 25 Glaubenskurse im ganzen Kanton. Und dann kam der Lockdown.

Seither musste alle Jubiläumsaktivitäten abgesagt, bzw. verschoben werden. Das traf auch die lange Nacht der Kirchen und die grosse Schlussfeier.

Als Ersatz wurde nun dieser Videoclip produziert. Er soll die Idee und die Botschaft des Jubiläums nach aussen tragen – zu den Menschen.

• Was ist für Sie ein Stück Himmel im Thurgau?
• Wann und wo erleben Sie "Himmlisches"?
• Mit wem teilen Sie dieses Stück Himmel?

Kommen Sie mit auf die Reise durch den Thurgau. Erleben Sie eine Vielfalt an Antworten und Einblicken. Und finden Sie Ihr persönliches Stück Himmel.


Wochenimpuls- Waldspaziergang

Eine gewisse Normalität ist zurückgekehrt, man will wieder loslegen und die liegengebliebenen Sachen aufarbeiten. Wir kehren in die alten Muster zurück. Manchmal hilft dann, den Blickwinkel zu ändern. Im Wald ist das sehr eindrücklich. Wenn man stehenbleibt und nach oben schaut, fühlt man sich klein. Man sieht die Bäume ganz anders. Und zwischen den Bäumen sieht man ein Stück Himmel.

Das Innehalten und das Ändern des Blickwinkels kann uns helfen das Himmlische aufzunehmen. Dann findet man Gott nicht nur im Himmel sondern auch links und rechts neben uns und man kann ihn mitnehmen in den Tag.

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Tagesimpuls - Herr, auf Dich vertraue ich

"Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben"

Diese Aussage ist Teil des Responsoriums, das häufig in der Komplet vorkommt.
Das Responsorium spricht von Hingabe und von Vertrauen. Dazu gehören:

1. Die Stille – das Abschalten und "in-sich-Hineinhören".
2. Das Loslassen des eigenen Willens, denn nur so können wir die Führung Gottes annehmen.
3. Das Vertrauen darauf, dass uns Gott als treubesorgter und liebender Vater führt.

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Wochenimpuls - Zeit im Jahreskreis

Mit dem Pfingstmonat beginnt liturgisch wieder die «Zeit im Jahreskreis».
Es beginnt der Alltag.
Und auf Pfingsten hin wurden auch Gottesdienste wieder möglich.
Darum passen wir die Kadenz unserer Impulse an:
Neu laden wir wöchentlich ein Video hoch, nicht mehr täglich…

Von Israels vierzigjähriger Wüstenwanderung übrigens
erzählt die Bibel en Detail nur grad zwei Jahre;
38 Jahre bleiben unerzählt, unspektakulär.
Sozusagen ein unausgesprochenes Lob der Lange-Weile.
Des unspektakulären Alltags. Der Normal-Zeit.
Aber auch in diesem Wüstentrott ging es weiter, ging es vorwärts.
Dazu braucht es langen Atem.
«Nimm du mich, Heiliger Atem!» singen wir im neuen geistlichen Liedgut.
Lassen Sie sich mitnehmen.

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter



Orgelkonzert zum Pfingstmontag

Orgel: Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Lesungen: Monika Hess, Aktuarin Kirchenvorsteherschaft FrauenfeldPLUS
Videoaufzeichnung und Bearbeitung: Ferdinand Jäger


Eucharistische Feier am Pfingstfest
aus der Stadtkirche St. Nikolaus, Frauenfeld

Mitwirkende:
Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter
Hieronimus Kwure, Vikar
Alex Hutter, Diakon / Spitalseelsorger
Stefanie Hug, Katechetin RPI
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Irische Segenswünsche

Ein besonders schönes Erlebnis während meiner bisherigen Arbeit in der der Pfarrei St. Anna war die ökumenische Segensfeier einer goldenen Hochzeit in Thundorf, bei der ich zusammen mit meinem evangelischen Kollegen das Paar segnen durfte. Ein bewegendes Erlebnis, auch deshalb, weil das in meiner Jugendzeit noch undenkbar gewesen wäre. Ein kleiner Schritt auf dem Weg zu mehr Demokratie und Beteiligung der Gläubigen in unserer katholischen Kirche, um den ich trotzdem froh bin und der mir Hoffnung auf weitere Veränderungen gibt.
Heute möchte ich auch Sie mit den irischen Segenswünschen im folgenden Lied segnen. Gott unser Vater begleite und beschütze Sie auf allen Wegen.

«Möge die Strasse uns zusammenführen und der Wind in Deinem Rücken sein.
Sanft falle Regen auf Deine Felder und auf Dein Gesicht der Sonnenschein.

Bis wir uns mal wiedersehen, hoffe ich, dass das Glück Dich nicht verlässt.
Gott halte Dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust Dich nie zu fest.

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand»

Christoph Oechsle
Leiter Sozialdiakonie



Tagesimpuls - Psalm 104

Auf meinen täglichen Spaziergängen in den letzten Wochen bin ich Gott in der Schöpfung ganz nahe gekommen. Ich habe in dieser Zeit wieder einmal erfahren, wie wunderbar er die Erde gemacht hat.

In den ersten Wochen habe ich vor allem den Biswind gespürt. Als es wärmer wurde freute ich mich über die ersten Blüten und noch später ertönte der Gesang der Vögel. Beim Zuhören merkte ich, dass ich in diesem Augenblick bei ihnen zu Gast war, in ihrem Daheim und ich spürte ganz fest, dass Gott die Erde für alle gemacht hat, für Tiere, Pflanzen und Menschen.
Wie wunderbar er das gemacht hat, hören wir im Psalm 104,10-14;24.

Du lässt Quellen sprudeln in Bäche, *
sie eilen zwischen den Bergen dahin.
Sie tränken alle Tiere des Feldes, *
die Wildesel stillen ihren Durst.
Darüber wohnen die Vögel des Himmels, *
aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.
Du tränkst die Berge aus deinen Kammern, *
von der Frucht deiner Werke wird die Erde satt.
Du lässt Gras wachsen für das Vieh *
und Pflanzen für den Ackerbau des Menschen,
damit er Brot gewinnt von der Erde *

Wie zahlreich sind deine Werke, HERR, /
sie alle hast du mit Weisheit gemacht, *
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Tagesimpuls - Geniessen

Gehören Sie auch zu den Menschen, die gerne essen?

Ich gebe es gerne zu, ich bin eine Geniesserin! Ich geniesse es mit einem feinen Essen satt zu werden. Am liebsten esse ich in Gemeinschaft. Das Essen ist dann noch schmackhafter und meist bin ich auch länger am Essen. Neben meinem Hunger wird auch mein Bedürfnis nach Begegnung und In-Beziehung sein, gedeckt.

Für mich war Jesus auch ein Geniesser. Ich denke, ich hätte mich sicher mit ihm gut verstanden. Ich bin beeindruckt, wie viel Zeit er mit den Menschen verbracht hat und mit ihnen das Essen und das Leben teilte. Er hat Feste gefeiert, mit Zöllnern und Sündern gegessen. Jesus hat die Menschen nicht hungrig nach Hause geschickt, sondern mit ihnen Brot und Fisch geteilt.

Jesus war es wichtig, dass alle Menschen zu essen haben. Miteinander das Brot teilen, sich um einander kümmern, damit alle Menschen ein Leben in Fülle haben. (Joh 10,10).

Ein Sprichwort aus dem Sudan sagt: „Essen, geschenkt von Menschen die Du liebst, die Dich lieben, ist Heilung.“

Bald kommt die Zeit, wo wir wieder in Gemeinschaft, und sei sie noch so klein, miteinander essen dürfen. Ich freue mich!!

Karin Flury
Katechetin RPI



Tagesimpuls - Bruderklausenlied

Das Lied bzw. das Gebet des Bruder Klaus ist in unserem Schweizerlande allseits bekannt.
Diese 3 Sätze – diese wenigen Worte, die so viel aussagen!

«O myn got und myn here, nym von myr alles das mich hynderet gegen dyr.»

Als Bauer und Familienvater liebte er seinen Hof, seine Frau, seine Kinder. Aber gleichzeitig wuchs in ihm immer mehr das Verlangen, auf alles Weltliche, auf Besitztum, ja letztendlich sogar auf seine Familie zu verzichten.

«O myn got und myn here, gyb myr alles das mich fördert zu dyr. Amen.»

Niklaus von Flüe stellte sich immer wieder die Frage: Was will Gott von mir. Und mit dieser – seiner ganz eigenen – Lebenshaltung wird er für uns zum Vorbild im Glauben, im positiven Denken, und auch im Mut zu Veränderungen.

«O myn got und min here, nym mich mir und gyb mich ganz zu eygen dyr.»

Und im dritten Satz erkennen wir die völlige Hingabe von Bruder Klaus – das "Einig Wesen", das er mit seiner Hinwendung zu Gott suchte.

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Tagesimpuls - Dreifaltigkeit

Vor der Kirche in Felben-Wellhausen gibt es diese drei Säulen, welche unseren Glauben an den dreieinigen Gott abbilden. Dazu einige Gedanken:

Wenn du glaubst,
dass die Welt kein Zufall ist,
dass DU kein Zufall bist,
und dass da jemand ist,
der DICH und jeden Menschen gewollt hat
der dir ganz nahe ist und dich liebt,
dann glaubst du an Gott, den Vater.

Wenn du glaubst,
dass dieser Gott die Menschen sogar liebt,
dass er selbst Mensch wurde,
um einfach alles mit uns Menschen zu teilen:
Freude, Traurigkeit, Krankheit, sogar den Tod,
dann glaubst du an Gott, den Sohn.

Und wenn du glaubst,
dass das kein Geschehen von Gestern ist,
sondern dass diese Liebe noch heute da ist,
dass sie Menschen verändern,
ihnen Mut, Kraft, und Freude geben kann,
dann glaubst du an Gott, den Heiligen Geist.

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI



Tagesimpuls - Ubi caritas et amor, Deus ibi est

Der hl Martin wurde 317 in Ungarn geboren. In der Martinskirche in Warth ist seine Abbildung als römischer Soldat gut sichtbar.

Der heilige Martin ist der Patron der Bettler, der Ausgestossenen, der Menschen am Rand unserer Gesellschaft

Bei uns ist der hl. Martin vor allem bekannt, wegen seiner Hilfe für einen Bettler in einer französischen Stadt in der kalten Winterszeit.

Kurz entschlossen nimmt er sein Schwert und teilt den Mantel in der Mitte durch und gibt die Hälfte dem Bettler. In der Nacht hat Martin dann einen Traum: Jesus, erscheint ihm mit dem halben Mantel, welchen er dem Bettler gegeben hatte.

Jesus hat immer wieder von der tätigen Nächstenliebe gesprochen. Von einer Liebe, die sich in der Tat ausdrückt.

Das der hl. Martin schon früh erkannt. Und ist so ist er uns zum Vorbild für die Nächstenliebe geworden

Wo Liebe ist und Güte, da wohnt Gott.
Ubi caritas et amor Deus ibi est.

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Eucharistische Feier am 7. Sonntag der Osterzeit
aus der Kirche Peter und Paul, Uesslingen

Mitwirkende:
Hieronimus Kwure, Vikar
Heidi Guggenbühl, Seelsorgemitarbeiterin
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Glück

Wir alle sind auf der Suche nach dem Glück. Aber wie können wir es finden?

Mir hilft dabei das Buch «Zeiten des Glücks» meines Lieblingsphilosophen Anthony de Mello.
Im Video hören Sie eine kurze Passage aus dem Buch, die erklärt, wie de Mello mit seinen Kurzgeschichten versucht eine Antwort auf diese Frage nach dem Glück zu geben. Sie hören drei Kurzgeschichten von ihm zu unterschiedlichen Charaktereigenschaften die zum Glück führen können, wovon ich hier nur eine wiedergeben will:

Genügsamkeit:
Der Schüler fragt den Meister: «Wie kann ich ein grosser Mensch werden wie Ihr?»
«Warum ein grosser Mensch sein?» sagte der Meister. «Mensch sein ist schon Leistung genug.»

Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gottes Segen und bleiben Sie gesund.

Christoph Oechsle
Leiter Sozialdiakonie



Tagesimpuls - Brückenbauen

Vieles geht mir durch den Kopf, was zwischen Himmel und Erde passiert. Wo kann ich mich bei all dem was passiert einbringen? Wo sind meine Grenzen?

Der Brückenbauer Toni Rüttimann kennt keine Grenzen. Vor über 28 Jahren baute er in Lateinamerika zum ersten Mal eine Hängebrücke.
Inzwischen hat er in dreizehn Ländern über 700 Brücken gebaut.
Toni liefert das Knowhow und den Grossteil des Materials und der schweren Geräte, die ansässige Bevölkerung liefert die "manpower". "Nicht ich baue die Brücken, sondern die Menschen gemeinsam mit mir. Es ist schwere Arbeit. Doch in diesen Momenten ist eine Brücke mehr als nur ein Bau: Sie ist Hoffnung und Fortschritt".

Selbstlos und mit minimalen Mitteln verhilft Toni den Menschen dank seiner Arbeit zu mehr Sicherheit, zu mehr Lebensqualität. Die Brücken sind auch im übertragenen Sinn wertvoll; sie verbinden Familien, Dörfer und sogar Länder, auch solche, die bis kurz davor noch Krieg führten gegeneinander.

Toni Rüttimann verlangt für sein Engagement keinen Lohn, und er hat keinen Wohnsitz. Die Frage, wo er Zuhause sei, beantwortet er mit: “Ich bin dort zu Hause, wo ich nützlich sein kann. Dort, wo ich Brücken baue.”

So wie Toni kann ich keine Brücken bauen. Was ich versuchen kann ist Brücken zu meinen Mitmenschen zubauen, indem ich für sie da bin und ein offenes Ohr für sie habe!

Karin Flury
Katechetin RPI



Gottesdienstliche Feier zu Christi Himmelfahrt

Mitwirkende:
Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter
Alex Hutter, Diakon
Stefanie Hug, Katechetin RPI
Yvonne Brühwiler, Chorleiterin ökum. Kirchenchor Hüttwilen-Herdern
Jasmin Hanselmann, Präsidentin ökum. Kirchenchor Hüttwilen-Herdern
Peter Marti (11 jährig)
Emma Blanke (13 jährig)
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Alles hat seine Zeit

... eine Zeit zum Weinen / und eine Zeit zum Lachen, / eine Zeit für die Klage / und eine Zeit für den Tanz;

Diese bekannte Stelle aus dem Buch der Weisheit (oder Prediger) lädt uns ein über unser Leben nachzudenken. Wie gehe ich um mit schwierigen Situationen?
Klage ich oder beweine ich verpasstes?
Auch in schwierigen Zeiten gibt es doch einen Grund zum Lachen!

Einer der das gut wusste war Wilhelm Busch. In seinen Geschichten und Gedichten bringt er uns auch heute noch zum Schmunzeln. Eines seiner Gedichte handelt vom Humor:

"Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
kommt er dem armen Vogel näher.
Der Vogel denkt: Weil das so ist
und weil mich doch der Kater frisst,
so will ich keine Zeit verlieren,
will noch ein wenig quinquillieren
und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor."

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Tagesimpuls - Öl: Symbol des Hl. Geistes

Neulich habe ich ein Gebet per WhatsApp bekommen: "Das Gebet des Hilflosen."
Auf Deutsch übersetzen könnte man das Gebet so:

"Lieber Jesus, versuche mich besser zu machen. Auch wenn ich nicht besser werde, höre nicht auf. Bitte versuche es weiter ... Dein Hilfloser."

Ich finde es ein schönes Gebet und sehr ansprechend für mich. Was wäre die Antwort von Jesus? Wir sehen die Antwort Jesu im heutigen Evangelium. Jesus verspricht den Heiligen Geist zu senden.

Unter den Symbolen des Heiligen Geistes ist Öl mein Favorit. Öl macht unsere Haut weich und glänzend. Im Ayurveda ist Öl sehr wichtig, um uns gesund zu machen. Im Duell trugen die Kämpfer Öl auf, um dem Griff des Gegners zu entkommen. Wir brauchen den Heiligen Geist, um den Fängen der Versuchungen zu entkommen. So macht uns der Heilige Geist weich, strahlend, gesund und sicher.

Jacob Chanikuzhy
Aushilfspriester



Tagesimpuls - Ave Maria

Lourdes ist einer der grössten Marienwallfahrtsorte der Welt. Und Lourdes ist vor allem ein Ort vom Gebet.

Genauso wie Menschen nach Lourdes pilgern, kommen auch Menschen hier zur Lourdes Grotte, bei der katholischen Kirche Gachnang, zum Beten. Menschen bitten um Gottes Hilfe, für sich selber oder für andere. Sie bitten um Stärkung, Hoffnung und um Heilung.

Wir hören aus dem Lukas Evangelium:

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel
zu einer Jungfrau gesandt.
Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte:
Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet.
Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme:
Gesegnet bist du unter den Frauen
und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.


Wir dürfen uns mit Maria freuen. Auch wir sind als von Gott als seine Kinder angenommen.
Gott ist mit uns – bei Tag und bei Nacht, in Freude und Leid, im Leben und im Sterben.

Maria ist für uns ein grosses Vorbild:
Maria fühlt sich geborgen bei Gott, von ihm angenommen, von ihm auserwählt.
Das lässt ihr Selbstvertrauen wachsen – und ihr Vertrauen darauf, dass alles gut kommt.

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Eucharistische Feier am 6. Sonntag der Osterzeit
aus der Kirche St. Sebastian, Herdern

Mitwirkende:
Hieronimus Kwure, Vikar
Christoph Oechsle, Leiter Sozialdiakonie
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Fermatezeichen

Das Fermatezeichen über der Generalpause heisst auf italienisch pikanterweise «Corona».

Das Notenzeichen markiert eine Pause, eine Verzögerung.
Die Zuhörenden sind gespannt, wie wird es weiter gehen?
Die Corona-Pandemie hat uns alle in eine ungewollte Generalpause geschickt.
Was macht ein Musiker in dieser Zwangspause?
Was schenkt ihm Kraft?
Wie nutzen wir die Zeit?

Das Fermatezeichen, kopfüber gesehen, könnte wie ein Lächeln gedeutet werden.
Die Musik wird wieder mal spielen,
das Leben geht weiter.
Nutzen wir die Pause, die Stille, auch als Kraftort zum Auftanken.
bis es gestärkt weitergeht.

Reto Schärli
Chorleiter Kirchenchor St. Nikolaus



Tagesimpuls - Bruderklausen-Kapelle

Willkommen in der wundervollen Atmosphäre unserer Bruderklausen-Kapelle.

Die Stifterin Gertrud Huber der 1959/60 erbauten Kapelle verfügte ganz bewusst, dass dieses Gotteshaus ökumenisch genutzt werden soll.

Dieser Ort ist für viele Menschen eine Kraftquelle. Hierher ziehen sich Gott-Suchende zurück, um in der Stille ganz allein mit Gott zu sein. Hier teilen sie Gott alles mit. Hier sagen sie Danke und tragen auch ihre Sorgen und Ängste vor Gott.

Machen Sie doch wieder einmal einen Spaziergang hierher. Tauchen Sie ein in die meditative Stille. Lesen Sie in der Bibel, die immer auf dem Ambo bereit liegt. Schreiben Sie ihr ganz persönliches Anliegen ins Fürbittenbuch. Oder seien Sie einfach da und horchen in sich hinein. Und öffnen sich für die Gegenwart Gottes.

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Maiandacht der Frauengemeinschaft St. Anna: «Maria die Knotenlöserin»

Diesen Titel und die Ikone der Knotenlöserin war mir bis anhin unbekannt. Ja, oft haben wir Knoten in unserem Leben, die eine Herausforderung sind und uns hindern weiter zu kommen. Doch mit all unseren Knoten dürfen wir Zuflucht und Fürsprache bei unserer himmlischen Mutter finden.

Die Frauengemeinschaft lädt Sie zu einer musikalischen Maiandacht aus der Kapelle St. Sebastian in Buch ein.

Mitwirkende:
Monika Leutenegger, Präsidentin Frauengemeinschaft St. Anna
Susanne Müller, Vorstandsmitglied
Saskia Guler (Flöte), Kassierin
Stefanie Hug, Präses
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Pascale Meier, Aufnahmen und Schnitt



Tagesimpuls - Schwertlilie

Eine meiner Lieblingsblumen ist die Schwertlilie oder Iris, wie sie botanisch heisst. Ihre Blüten sind wunderbar und kompliziert aufgebaut mir Hänge- und Domblättern.
Den Namen Schwertlilie hat sie bekommen, weil die Blätter wie ein Schwert aussehen und die Blüte edel aussieht wie eine Lilie.
Obwohl botanisch keine Lilie wurde sie doch Vorbild für die stilisierten Lilien in der Heraldik.
Schwert und Lilie vereinen sich in diesem Blumennamen.
Beides erinnert mich an Maria, sie wird «Lilie» genannt. Das Schwert versinnbildlicht für mich den Schmerz, den sie erleiden musste, als ihr Sohn am Kreuz starb, es war wie ein Stich ins Herz.
Schwert und Lilie – das Schwere und das Schöne vereinen sich in dieser Blume.

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Tagesimpuls - Sakristei

Ich nehme Sie heute mit hinter die Kulissen der Ministranten St. Nikolaus. Hier versammeln sich die zahlreichen Minis der Stadtkirche. Einige strahlen hier eine grosse Sicherheit aus, welche den jüngeren Minis sehr hilft. Momentan ist die untere Sakristei sehr leer, doch freuen wir uns auf die Zeit danach. Wenn ein grosses Gesprächsdurcheinander herrscht, denn das bedeutet, dass wir wieder normal Gottesdienst miteinander feiern dürfen.

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI



Tagesimpuls - Let it be

"Es soll so sein, wie du es gesagt hast"

Das ist die Antwort von Maria auf die Botschaft vom Engel Gabriel.
Es soll so sein. Let it Be.

Wir hören dazu einen Abschnitt aus dem Lukas Evangelium:

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel
von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt.
Der Engel sagte zu ihr: Fürchte dich nicht.
Siehe, du wirst schwanger werden
und einen Sohn wirst du gebären;
dem sollst du den Namen Jesus geben.
Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Danach verliess sie der Engel.


Liebe Schwestern und Brüder
Im Leben passiert vieles, was wir eigentlich nicht geplant haben.
Das hat auch Maria in ihrem eigenen Leben erfahren:

Es passiert etwas - und etwas völlig Neues kommt ins Leben, - vielleicht ein Engel.
Der Engel hat dann Maria Mut zugesprochen: "Fürchte Dich nicht!"

Der Engel hat Maria dazu ermuntert, Gott wirken zu lassen.
Auch wir dürfen uns darauf verlassen, dass der Heilige Geist wirkt.
Gott kann überall wirken. Gottes Kraft ist in jedem von uns lebendig wirksam.

Liebe Schwestern und Brüder,
ich wünsche Ihnen, dass Sie das Wirken von Gott in Ihrem Leben erkennen können.

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Muttertagsandacht
aus der Kirche St. Laurentius und der. St. Anna Kapelle, Oberkirch in Frauenfeld

Mitwirkende:
Heidi Guggenbühl, Seelsorgemitarbeiterin
Karin Flury, Katechetin RPI
Stefanie Hug, Katechetin RPI
Denise Kollöffel, Organistin
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Bauleute

Rund um die Aurora ist (wieder Mal) grosse Baustelle.
«Wenn der EWIGE das Haus nicht baut, bauen die Bauleute umsonst.»
(Psalm 127)
Ein paar Verse später vielleicht noch bekannter:
«Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und spät erst euch niederlegt,
denn den seinen gibt’s der EWIGE im Schlaf.»
Nur: Aus dem Hebräischen liesse sich der Satz auch
scheinbar viel banaler übersetzen:
«Denn den seinen gibt der EWIGE Schlaf.»
Es wird uns also nicht etwas im Schlaf geschenkt,
sondern der Schlaf überhaupt.
Ich schlafe bei Vollmond oft schlecht –
und merk: schon nur der Schlaf selber ist ein grosses Geschenk.
Es braucht den Segen von oben,
ohne dass wir alles nur vom Segen abhängig machen dürften:
Die Bauleute arbeiten umsonst ohne Segen –
aber sie lege nicht die Hände in den Schoss.
Arbeiten – Ruhen; Erholung – Anstrengung…
Und über allem Gottes Segen.

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter / Theologischer Leiter



Tagesimpuls - Danke dem Leben

Im Liedtext zum heutigen Tagesimpuls der chilenischen Liedermacherin Violetta Para finden wir vieles, wofür wir alltäglich in guten und schlechten Zeiten Gott dankbar sein können.

«Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir zwei Augen, um deutlich zu trennen
das Weisse vom Schwarzen; die Welt zu erkennen,
den sternenklaren Grund überm endlosen Himmel
und die, die ich liebe im Menschengewimmel.

Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:
Es gab mir mein Lachen, es gab mir mein Weinen,
und lässt mich das Glück von dem Leid unterscheiden,
mein Lied ist aus diesen zwei Quellen entsprungen,
mein Lied für mich selber und für euch gesungen,
mein Lied für mich selber und für alle gesungen –

Gracias a la vida!«

Christoph Oechsle
Leiter Sozialdiakonie



Tagesimpuls - Hoffnungsband

Ich stehe hier in der Altstadt in Frauenfeld. Grüezi miteinander.
Heute Nachmittag haben wir ein Hoffnungsband gespannt.
Die Idee des Hoffnungsbandes entstand in der Kinderbibelwoche 2020.

Hoffnung, so sagten wir uns, ist das, was uns möglich macht auszuhalten, durchzuhalten.
Wir erwarten etwas in ganz weiter Ferne, was den Zustand, den wir gerade haben, verändern wird. Und zwar verändern in eine Form, die für uns schöner, beglückender ist. Wie ein Kind eine weite Autofahrt in die Ferien aushält, da es ein Eis am Ziel versprochen bekommen hat oder weil es weiss, dass dann ein kühles Bad im Pool es erfrischen wird. Hoffnung, es wird sich etwas verändern. Nun haben wir das Hoffnungsband von der evangelischen Stadtkirche zur katholischen Stadtkirche gespannt. Der gemeinsame Glaube an Gott, der uns liebt, der uns Kraft gibt, der unsere Hoffnung ist. An dem Band hängen Bilder, Gedanken, Geschichten und Photos, die die Kinder und wie auch die Erwachsenen gestaltet haben. Momente sind da eingefangen, die hoffnungsvoll für diese Menschen in der letzten Zeit waren, die ihnen Kraft gegeben haben.
Wenn Sie also in den nächsten Tagen – bis nach Pfingsten wird das Band hängen – einen Spaziergang in die Altstadt machen, dann dürfen Sie hier am Hoffnungsband verweilen.
Den Abstand sollten Sie natürlich einhalten, aber staunen und lesen, das geht mit Abstand. Und sich von der positiven Kraft in den Bann ziehen lassen, das hoffen wir, dass das dann auch passiert.
Hofffnungsband: eine Idee aus der Kinderbibelwoche 2020. Merci allen die das ermöglicht haben: der katholischen und der evangelischen Kirche Frauenfeld und auch der Stadt Frauenfeld, aber zuletzt auch allen, die da einen Beitrag gemacht haben. Hoffnung ist wichtig für uns Menschen.

Gunhild Wälti
Katechetin



Tagesimpuls - Eigenschaft Gottes

«…,und niemand wird sie meiner Hand entreissen» Joh 10,28

Beim Betrachten dieser Worte ist mir eine besondere Eigenschaft Gottes und ein Spiel aus meiner Kindheit präsent geworden. Ich spreche vom Suchen und Versteckenspiel. Die letzten Tage hörten wir im Evangelium immer wieder vom guten Hirten und seinen Schafen. Wenn ich mich an meine Kindheit und das Versteckenspiel im Dorf erinnere, kann ich sofort zugeben, dass das Suchen der ganzen Kinderschar nicht meine Vorliebe war oder ich mich freiwillig dazu gemeldet hätte. Ich denke, das ist typisch für die Kinder. Bei Gott ist es umgekehrt. Er ist derjenige, der die Schar, den Menschen sucht.

Bereits in der Genesis hören wir die Worte Gottes an Adam: «Wo bist du?» (Gen 3,9) Im Sinne übertragen: Mensch, wo bist du? Gott sucht und ruft den Menschen. Im Lukasevangelium finden wir ebenfalls das Suchen des Hirten. Er sucht ein einzelnes Schaf von hundert. Eigentlich hätte dieser Hirte auch gleichgültig sein können und denken: «Ich hab ja so viele, wozu dieses eine suchen und mir ein Bein ausreissen?» Gerade in diesen beiden Texten der Bibel erkenne ich diese besondere Eigenschaft Gottes. Er ist sich nicht zu schade, den Menschen zu suchen und zu rufen, um ihn fest an seiner Hand zu halten.

Stefanie Hug
Katechetin RPI



Tagesimpuls - Spatzen

Die Kinder kann ich nicht unterrichten und die Spatzen hören mir nicht zu. Beim Heiligen Franziskus war das anders:

"Meine Brüder Vögel! Gar sehr müsst ihr euren Schöpfer loben und ihn stets lieben, er hat euch Gefieder zum Gewand, Fittiche zum Flug gegeben und alles, was ihr nötig habt. Vornehm macht euch Gott unter seinen Geschöpfen und in der reinen Luft schuf er euch Wohnung. Ihr sät nicht und erntet nicht, und doch schützt und leitet er euch, ohne dass ihr euch um etwas kümmern braucht."

Bei diesen Worten jubelten jene Vögel auf ihre Art und fingen an, die Hälse zu strecken, die Flügel auszubreiten, die Schnäbel zu öffnen und auf ihn hinzublicken. Und so geschah es, dass er von jenem Tag an alle Lebewesen, alle Vögel und alle kriechenden Tiere sowie auch alle unbeseelten Geschöpfe eifrig ermahnte, ihren Schöpfer zu loben und zu lieben.

Thomas von Celano: Erste Lebensbeschreibung, XXI/5

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Tagesimpuls - Magnificat

Aus dem Magnificat

Meine Seele preist die Grösse des Herrn
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Der Mächtige hat Grosses an mir getan und sein Name ist heilig.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
Er denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheissen hat, auf ewig.

Das "Magnificat", der Lobgesang von Maria, gehört zu den bekanntesten Gebeten der Kirche.
Bis heute ist das Lied von Maria vor allem auch ein Lied der Ermutigung.

Gott erhöht die Niedrigen, die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben.
Gott ist ein starker Gott, und Gott ist ein Gott der hilft.

Wir uns überlegen dazu:

• Wo sind wir selber schwach?
• Wo erfahren wir Ohnmacht?
• Wie können wir Erniedrigte auf ihre Menschenwürde und auf ihren Wert aufmerksam machen und sie ehren?


So wie Maria bin auch ich ein Mensch.
So wie Maria, bin auch ich berufen mich in dieser Welt einzusetzen für eine gute Welt für alle.

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Eucharistische Feier am 4. Sonntag der Osterzeit
aus der Kirche St. Martin, Warth

Mitwirkende:
Jacob Chanikuzhy, Aushilfspriester
David Hug, Jugendarbeiter / Katechet RPI
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Packen wir's an

Eine Impuls-Aufnahme aus dem «Haus Hirschen»,
derzeit eine Baustelle.
Wir haben in unserem Pastroalraum 10 Kirchen
und 22 Häuser, für die wir schauen müssen.

Mit Unterhalt und Instandhaltung
helfen wir dabei auch dem lokalen Handwerk und Gewerbe.
Tun Sie, wenn Sie die Möglichkeit haben, ein Gleiches!

Und – packen wir’s an – probieren Sie doch auch mal
einen Impuls.

Patrick Josef
Mitglied der Kirchenvorsteherschaft
Ressort Liegenschaften: Baulicher Unterhalt



Tagesimpuls - zum Tag der Arbeit

Ein Tagesimpuls am 1. Mai - dem Tag der Arbeit:
Am Tag des Heiligen Josefs, Schutzpatron der Arbeitenden;
am Tag des Beginns des Marienmonates Mai.

Welch glückliche Fügung, welch wichtige Kombination.

Ein Impuls der Dankbarkeit, der Wertschätzung und Achtung der Arbeit:
An die Mitarbeitenden der Pfarrei St. Anna und der Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS.

Und ein Ansporn an Sie, den Zuschauerinnen und Zuschauern dieses Impulses:
Ebenfalls heute am 1. Mai jenen zu danken, die mit Ihnen oder für Sie arbeiten.

Lukas Schönenberger
Koordinator



Tagesimpuls - Kein Gottesdienst – Kein Minidienst

Auch die Minis unserer Pfarrei sind von der gegenwärtigen Coronasituation stark betroffen. Ihr liturgischer Dienst muss bis auf Weiteres ruhen. Die Minischarleitungen haben ihnen nun eine Aufgabe gestellt. Sie sollen versuchen in Worte fassen, was sie am Minidienst nun am Meisten vermissen.
Vielleicht können einzelne Statements bald auf unserer Homepage oder im ForumKirche gelesen werden.

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI



Tagesimpuls - Höre – und du wirst ankommen

Die Benediktsregel? "Ora et labora"! Doch die "Regula Benedicti" ist weit mehr. Sie beschreibt bis ins Detail, wie der benediktinische Mönch oder die benediktinische Nonne das Leben in der Nachfolge Christi zu gestalten haben.

Aber die Mönchsregel kann durchaus auch für Menschen ausserhalb der Klostermauern eine Anleitung zu christlichem Leben sein. Faszinierend dabei ist, dass der Hl. Benedikt von Nursia einen Leittext verfasste, der auch tausendfünfhundert Jahre nach der Niederschrift nichts an Aktualität verloren hat.

Schon im Prolog wird der geneigte Leser aufgefordert: "Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!"

Gerade in dieser Zeit der grossen Herausforderungen kann uns die Benediktsregel ein Leitfaden dafür sein, zum Beispiel in Demut hinzunehmen, was wir nicht selbst ändern können. Sie kann uns aber auch wertvolle Impulse liefern, wie wir in unserem Glauben gestärkt werden und im Vertrauen auf die barmherzige Liebe Gottes neue Hoffnung schöpfen können. Gerade in dieser österlichen Zeit.

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Tagesimpuls - W-Aar-nung

Am letzten Mittwoch hatte ich Ihnen erzählt,
dass ich vielleicht seit drei Jahren erstmals wieder
mein Paddelboot einwasserte.

Was ich nicht verriet: Früher paddelte ich auf dem Kanal,
einem ruhig fliessenden künstlichen Wasserlauf zur Stromerzeugung.
Praktischerweise alle 100 Meter mit einer Treppe zum ein- und aussteigen.

Heuer aber wagte ich mich erstmals auf die wild romantische Aare –
mit ihren Stromschnellen, Widerwassern, Untiefen.
Das macht das ganze spektakulärer, und anspruchsvoller.
Auch der Ausstieg will gesucht sein und gestaltet sich gar nicht so leicht.

Das erinnert mich an unsere Situation mit der Corona-Pandemie.
Wir wissen nicht, wo stehen wir grad? Wie gelingt ein Ausstieg?

Um so wichtiger ist es, jetzt die Zügel nicht schleifen zu lassen.
Das Ruder in der Hand zu behalten.
Nicht dass der ganze Lockdown für nix war.

Wir brauchen jetzt Geduld, Konsequenz, Durchhaltewille.
Ruhigere Gewässer kommen bestimmt mal wieder…

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter / Theologischer Leiter



Tagesimpuls - Humor

Was gibt mir Kraft und Mut in schwierigen Zeiten?
Personen, die in verschiedensten Aspekten Vorbild für mich sind. In Bezug auf Humor ist es Rabbi Wolff, den ich Ihnen mit dem nachfolgenden Kurzvideo vorstellen möchte. Er verkörpert für mich den Humor, den bereits der heilige Thomas Morus in seinem Gebet «Bitte um Humor» beschreibt:

«…Schenke mir eine Seele, der die Langeweile fremd ist, die kein Murren kennt und kein Seufzen und Klagen, und lass nicht zu, dass ich mir allzu viel Sorgen mache um dieses sich breit machende Etwas, das sich «Ich» nennt.
Herr, schenke mir Sinn für Humor, gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und Anderen davon mitteile – Amen!»

Den Kurzvideo zu Rabbi Wolff finden Sie hier.

Christoph Oechsle
Leiter Sozialdiakonie



Eucharistische Feier am 3. Sonntag der Osterzeit
aus der Kirche Br. Klaus, Gachnang

Mitwirkende:
Hieronimus Kwure, Vikar
Alex Hutter, Diakon
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Saskia Guler, Flöte
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - das grosse Gebot des Markusevangeliums

Heute feiert die Kirche das Fest des Evangelisten Markus. Im heutigen Evangelium gibt Jesus seinen Jüngern das grosse Gebot, das Evangelium der ganzen Welt zu predigen.

Der Kontext dieses Textes ist sehr eindrücklich. Der auferstandene Herr erscheint den elf Aposteln und tadelt sie, weil sie denen nicht glauben, die ihn gesehen haben.
Die Apostel glaubten nicht an den Bericht derer, die den auferstandenen Herrn gesehen hatten.
Die Apostel glaubten nicht an die Frohbotschaft, dass Jesus von den Toten auferstanden war.
Die Apostel konnten das Evangelium, das ihnen gepredigt wurde, nicht glauben, bis sie selbst dem auferstandenen Jesus persönlich begegneten.

Warum erschien Jesus den Aposteln nicht zuerst? Vielleicht wollte Jesus, dass seine Apostel wissen, wie schwer es ist, an die Auferstehung Jesu zu glauben, basierend auf dem Zeugnis anderer Menschen. Da die Apostel selbst das Zeugnis anderer nicht glaubten, können sie jetzt den Unglauben ihrer Zuhörer besser verstehen und tolerieren.

Genau denselben Aposteln, die nicht an das Evangelium glaubten, vertraut Jesus das grosse Gebot an, das Evangelium zu predigen.

Das heisst, Jesus schreibt uns nicht wegen unserer Fehler ab. Lasst uns auch unsere Partner, Kinder, Freunde, Kollegen nicht wegen ihres Versagens abschreiben. Lasst uns angesichts unserer eigenen Fehler ihnen vertrauen und ihnen unsere Hoffnungen und Träume anvertrauen.

Jacob Chanikuzhy
Aushilfspriester



Tagesimpuls - Lieblingsort

Einer meiner Lieblingsorte ist der Friedhof meiner Heimatgemeinde, der Pfarrei St. Johann in Gaienhofen/Horn auf der Halbinsel Höri im Bodensee. Auf dem nachfolgenden Video können sie sehen wieso. An diesem Ort gehen mir immer wieder die nachfolgenden Verse aus dem Sonnengesang des heiligen Franziskus durch den Kopf.

"Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, zumal dem Herrn Bruder Sonne; er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn. Und schön ist er und strahlend in großem Glanz, dein Sinnbild, o Höchster.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken und heiteren Himmel und jegliches Wetter, durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser, gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns ernährt und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unseren Bruder, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Selig jene, die sich in deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobet und preiset den Herrn! Danket und dient Ihm in grosser Demut. Amen"

Christoph Oechsle
Leiter Sozialdiakonie



Tagesimpuls - Wort Gottes

In dieser weiterhin herausfordernden Zeit ohne Gottesdienste hilft mir das Lesen der Bibeltexte des Tages. Was möchte Gott mir in diesem Wort sagen?
Besonders die Sonntagslesungen bis Himmelfahrt und weiter bis Pfingsten beinhalten starke Worte unseres Glaubenslebens als Christen. Durch Pfingsten sind auch wir berufen Apostel und Apostelin zu sein und in unserem Leben den Glauben an den dreieinigen Gott und als Christen in der Welt zu leben.

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI



Tagesimpuls - im Fluss

Es ist vielleicht das aktuellste Bibel-Übersetzungsprojekt ins Deutsche:
Die «Neue Genfer Übersetzung» – bereits liegen vor das Neue Testament,
die Psalmen und die Sprüche.
Und in dieser Übersetzung (NGÜ) ist Pilatus nicht Prokurator, sondern Gouverneur.

Ein Gouverneur lenkt und regiert; das Wort stammt aus dem Lateinischen.
Der Gubernator ist der Steuermann.
Im Griechischen wäre es der Kybernetes, derjenige, der die Richtung angibt.

Steuern lässt sich ein Schiff aber nur, wenn es in Fahrt ist.
Entweder bei geblähten Segeln oder wenn sich die Ruderer in die Riemen legen.

Anders als beim Steuermann, der mit dem Steuerruder lenkt,
wird beim Paddeln beim vorwärtspaddeln gesteuert, mal recht, mal links.

In ruhigen Gewässern darf ich mich auch mal treiben lassen,
bei Stromschnellen braucht es mehr Geschick.

Ähnlich in unserem Leben – bis hin zu Situationen,
in denen es gilt, das «Steuer selbst in die Hand zu nehmen».

Und steuern lässt sich nur, wenn wir in Fahrt sind.
Bleiben Sie mobil, flexibel, eben: Im Fluss.

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter / Theologischer Leiter



Tagesimpuls - Sie hatten alles gemeinsam

Tageslesung: Apostelgeschichte 4,32-37

Die Menge derer, die gläubig geworden waren, waren ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.
Mit grosser Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen.
Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besassen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füssen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.
Auch Josef, ein Levit, gebürtig aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas, das heisst bersetzt: Sohn des Trostes, genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füssen.

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Tagesimpuls - Psalm 139

Aus dem Psalm 139 - gegenwärtiger Gott

"Gott, du hast mich erforscht und kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. Du durchschaust meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. Du bist vertraut mit all meinen Wegen. Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoss meiner Mutter. Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. Ich weiss es genau: Wunderbar sind deine Werke."

Der Psalmist spricht von einem Gott der überall gegenwärtig ist, von einem Gott der mich gut kennt. Von Gott der mich erschaffen hat.
Ob ich sitze oder stehe
Ob ich gehe oder ruhe
Gott ist immer da, für mich.
Dieser Psalm spricht von einem grossen Gottvertrauen:
Gott bleibt mir treu, sogar, wenn ich ihn verlasse.
Ich kann gar nicht anders als mit meinem Gott unterwegs zu sein.
Ich muss auch gar nichts dazu tun.
Gott ist immer bei uns
Egal ob die Corona Epidemie lange dauert oder bald vorbei ist
Gott ist immer bei uns.
In der Intensivstation, genauso wie im Supermarkt.
Im Alterszentrum, wie im Zentrallager
Allein zuhause oder unterwegs mit dem Putzdienst.
Auf den griechischen Inseln, im Iran, in den USA und auf jedem Kreuzfahrtschiff.
Beim Videochat und hinter Plexiglas.
Wenn wir trauern und hoffen, wenn wir Feste absagen und wenn wir unsere Zukunft planen.

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Eucharistische Feier zum Weissen Sonntag
aus der Kirche St. Franziskus, Hüttwilen

Mitwirkende:
Jacob Chanikuzhy, Aushilfspriester
Heidi Guggenbühl, Seelsorgemitarbeiterin
Lukas Schönenberger, Koordinator
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Ich bin bei euch alle Tage

Ungewissheit ist ein Teil unseres Lebens, vor allem jetzt.
Wie geht es weiter, stehen wir das durch - allein, als Familie, als Paar?
Reichen die Finanzen, kommen die Kinder im nächsten Schuljahr mit?

Ungewissheit spürten auch die Jünger nach dem Tod und der Auferstehung von Jesus.
Wie geht es weiter?

Jesus beruhigt sie: "Und siehe ich bin mit euch alle Tage, bis zum Ende der Welt."
Dieser Zuspruch gibt Halt, er beruhigt. Und er gilt bis heute:
"Und siehe ich bin mit euch alle Tage, bis zum Ende der Welt." (Matthäus 28,20)

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Tagesimpuls - was gibt Kraft?

Was gibt mir Kraft? Was gibt mir Mut, jeden Tag als einen von Gott gesegneten Tag anzunehmen?

Gerade in dieser besonderen Zeit sind es die kleinen Begebenheiten die mir Kraft geben:
  • Die Verkäuferin in der Bäckerei, die mich aufmerksam und freundlich bedient.
  • Die Freiwillige vom Team Tischlein deck dich, sie stand einfach am ersten Donnerstagnachmittag (normalerweise Abgabetag) da und sagte zu mir: »Ich habe Zeit Karin, ich helfe dir. Zusammen werden wir die Bezügerinnen und Bezüger informieren, dass ab sofort keine Lebensmittelabgabe stattfindet.» In anderen Zeiten hätte ich sie für ihr Angebot umarmt.
  • ….

Was mir am meisten Kraft gibt ist die Gewissheit, das was auch geschieht, ich kann nie tiefer fallen als in Gottes Hand.

Und Sie? Was gibt Ihnen Kraft?

Guter Gott
Ein neuer Tag liegt vor uns.
Mit Erfahrungen und Begegnungen,
mit Hoffnungen und Enttäuschungen.
Mit dir Gott wollen wir in den Tag gehen.
Leite uns, um Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
Wir vertrauen auf Dich Gott, dass du uns in deiner Hand hältst.
Denn wir wissen, Du bist mit uns, heute und an jedem anderen Tag.
Dafür danken wir dir.
Amen

Karin Flury
Katechetin RPI



Tagesimpuls - ein Gutes bringt das andere

Ein Spaziergang mit meiner Frau führte mich zur Bruderklausenkapelle. Dort hängt ein Plakat mit einem Satz von Bruder Klaus: «Ein Gutes bringt das andere». In den letzten Tagen durften wir dies vielfach erfahren. Viele Menschen haben Gut gehandelt und haben Menschen damit angesteckt ebenfalls Gutes zu tun. Dieser Akt der Nächstenliebe ist ein wunderschönes Zeichen!

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI



Tagesimpuls am Ostermittwoch

Liebe Besucherinnen und Besucher unseres Tagesimpuls,
liebe Angehörige der Pfarrei St. Anna

In schwierigen Zeiten wie diesen dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns Engel zur Seite gestellt hat, die uns begleiten und beschützen. Allerdings müssen wir dazu, wie es die A-Capella Gruppe «Wise Guys» im Lied «Engel» besingt, auch bemerken und zulassen, dass sie uns zur Seite stehen und auf ihre Hilfe vertrauen.

Viele Engel begleiten uns alltäglich, ohne dass wir uns dessen bewusst sind – Freunde, Verwandte und aktuell die vielen Menschen, die im Gesundheitswesen, in der Lebensmittelversorgung und in Freiwilligendiensten für uns da sind.
Ich wünsche Ihnen viel Freude und Anregung mit dem Musikvideo «Ein Engel» der «Wise Guys», das Sie hier anschauen und hören können.

Bleiben Sie gesund, hoffnungsvoll und vertrauen Sie auf den Beistand Gottes und seiner Engel.

Christoph Oechsle
Leiter Sozialdiakonie



Tagesimpuls am Osterdiensttag

Ostern ist vorbei. Was bleibt?
Ist etwas anders geworden, hat sich völlig verändert?
Nun: Unsere Erfahrung ist da gar nicht so weit weg von der der Bibel:
Auch nach Ostern ging es vorerst mal nicht viel anders weiter.
Im Gegenteil – die Befreiungserfahrung hinderte nicht,
dass auch Petrus und Paulus am eigenen Leib erlebten,
wie es ist, gefangen zu sein, eingesperrt im Gefängnis.
Ostern ist vorbei. Was bleibt?
Ja: es hat etwas begonnen, ein leiser Anfang.
Wie der Frühling nicht einfach mit einem Kippschalter angestellt wird,
sondern heranwächst.
Wachsen wir mit, machen wir mit!

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter / Theologischer Leiter



Tagesimpuls zum Ostermontag

Dieses Jahr haben wir Ostern anders gefeiert. Jetzt stehen wir vor einer Situation, die wir nie gedacht haben. Im heutigen Evangelium sehen wir die Emmaus-Jünger in einer ähnlichen Situation. Der unerwartete Tod ihres Herrn stellte ihr Leben auf den Kopf. Ihr Glaube und ihre Hoffnung an Jesus schienen bedeutungslos. Sie waren traurig und hoffnungslos und teilten ihre Frustration miteinander.

Dann stosste ein Fremder hinzu und sprach mit ihnen. Er erklärte alles, was im Leben Jesu geschah, im Lichte der heiligen Schrift. Bis dahin betrachteten diese beiden Jüngern die vergangenen Ereignisse aus einer alltäglichen Perspektive. Und sie konnten in diesen Ereignissen keinen Sinn erkennen. Aber aus der Sicht der Schrift haben all die schmerzhaften Dinge, die in der Passionswoche passiert sind, eine tiefere Bedeutung bekommen. Sie verstanden, dass diese Ereignisse nicht einfach tragische Ereignisse waren, sondern Heilsereignisse. Dieses Verständnis gab den Emmaus-Jüngern neue Licht, neue Energie, neue Richtung und neues Leben.

Schauen wir uns auch an, was in unserem Leben geschieht aus der Perspektive der Schrift. Dann werden wir auch im sinnlosesten Leiden einen Sinn finden können. Sinn zu finden ist eine persönliche Aufgabe wie das Atmen. Die Heilige Schrift wird uns dabei sehr helfen. Wenn es uns gelingt, unserem Leben einen Sinn zu geben, können wir mit Freude und Hoffnung vorankommen.

Jacob Chanikuzhy
Aushilfspriester



Orgelkonzert zum Ostertag

Geschätztes Publikum
Dieses kurze Orgelkonzert mit Lesungen möge trotz den Einschränkungen durch das Coronavirus österliche Freude und Zuversicht direkt zu Ihnen nach Hause bringen.
Informationen zu den Orgelstücken und die Lesungen können Sie hier einsehen:
Programm Orgelkonzert mit Lesungen zum Ostersonntag 2020

Wir wünschen Ihnen ein frohes Osterfest.

Orgel: Emanuel Helg
Lesungen: Lukas Schönenberger
Videoaufzeichnung und Bearbeitung: Ferdinand Jäger



Eucharistische Feier zur Osternacht

Mitwirkende:
Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter
Hieronimus Kwure, Vikar
Alex Hutter, Diakon
Stefanie Hug, Katechetin RPI
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Beat Oetterli, Cantor
Kurt Brunner, Trompete
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls zum Karsamstag

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI



Gottesdienstliche Feier zu Karfreitag

Mitwirkende:
Heidi Guggenbühl, Seelsorgemitarbeiterin
Stefanie Hug, Katechetin RPI



Passionsspiel am Karfreitag

«Mein Gott Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» – so Jesu Ruf am Kreuz. Ein Zitat aus Psalm 22. Beim ökumenischen Glaubenskurs im Viva ausführlich zitiert: Psalm 22 als Jesu Sterbensgebet, und mehr.

Ein Vierteljahrhundert her verfasste unser theologischer Leiter ein Passionsspiel für die Pfarrei St. Anton, Wettingen. Dabei wird Jesu Leidessweg einerseits durch biblische Psalmen, andrerseits durch Zitate aus dem literarischen Werk von Nikos Kazantzakis gespiegelt. Vertieft und kommentiert durch Thomas Markus Meier. Kazantzakis, bekannt etwa durch «Alexis Sorbas», gilt als der erste moderne Schriftsteller in griechischer Sprache. Das Spiel wurde ökumenisch einstudiert und aufgeführt.


Eucharistiefeier am Hohen Donnerstag

Mitwirkende:
Hieronimus Kwure, Vikar
Don Giorgio Celora, Missione cattolica di lingua italiana
Stefanie Hug, Katechetin RPI
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Ich bin da

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Wir kennen diesen Ausspruch.
Es sind die Worte Jesu am Kreuz.
Doch wussten Sie, dass bereits rund 1000 Jahre zuvor ein Psalmbeter sein Gebet
mit diesen Worten begonnen hat – und zwar den Psalm 22.
Aber hat der Psalmbeter wirklich jede Hoffnung aufgegeben?
Nein, denn in den Versen 23 und 24 des Psalms preist er Gott.
Und Jesus am Kreuz?
NEIN! Jesus hatte keine Angst, dass ihn sein Vater verlassen hätte.
Jesus zeigt uns damit auf, dass er Gott Vater anruft: für uns.
Tod und Auferstehung sind die absolut grössten Zeichen der Liebe, die uns
Gott, durch Jesus Christus im Heiligen Geist gibt.
Und darauf gründet unser Glaube.
Gott ist da!
Dies will uns auch das nachfolgende Gebet in Erinnerung rufen:

Vielleicht ganz leise, doch in bestimmten Momenten besonders deutlich
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In das Zwielicht meiner Vergangenheit und in das Morgenrot meiner Zukunft
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In die Freude meines Lebens und in den Schmerz im Angesicht des Todes
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In die Flut meiner Aufgaben und in die Leere meiner Geschäftigkeit
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In die Beharrlichkeit meines Willens und in das Zögern meiner Schritte
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In die Vielzahl meiner Fähigkeiten und in die Grenzen meines Tuns
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In die Weite meiner Träume und in die Enge meines Alltags
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In die Fülle meiner Gedanken und in mein einsames Beten
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In den Reichtum meines Schweigens und in die Armut meiner Sprache
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In das Licht aller Hoffnung und in das Dunkel meiner Zweifel
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In die Schwäche meiner Sinne und in die Kräfte meines Herzens
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
In die Endlichkeit meines Daseins und in der Fortdauer Deiner Herrlichkeit
sagst DU Gott zu mir: Ich bin da!
Gott, ich danke Dir dafür und preise Dich – Amen.

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Versöhnungsfeier

Thema: Himmel (Motto des Jubiläums 150 Jahre Landeskirchen Thurgau)

Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter
Ferdinand Jäger, Ministrant (Schnitt)



Tagesimpuls - Türen werden geöffnet

In diesen Tagen müssen viele Türen verschlossen bleiben. Doch ich durfte in den letzten Wochen feststellen, dass sich so manche Türen geöffnet haben. Sei dies sichtbar mit den Schranken in den Parkhäusern, welche offen stehen. Doch vorallem viele Menschen, welche sich nun freiwillig engagieren: im Spital, Alters- und Pflegezentren, beim Einkaufen oder in der Nachbarschaft. Auch die Türen der Kirchen in unserer Pfarrei sind offen fürs Gebet und zum Verweilen.
Im übertragenen Sinn glauben wir Christen, dass sich mit Ostern ebenfalls eine Türe öffnet. Jesus besiegt den Tod und aufersteht am dritten Tag. Er öffnet das Tor zum Himmel für alle, die an ihn und seine glorreiche Aufstehung glauben, weit auf.

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI



Tagesimpuls - Start in die Karwoche

Das sechste Kapitel des ersttestamentlichen Danielbuchs
erzählt so etwas wie eine Karfreitags- und Ostergeschichte.
Wie Jesus vor Pilatus steht Daniel vor Darius.
Nur: Pilatus wollte sich eher rauswinden, sich selber aus der Sache halten.
Darius hingegen möchte Daniel helfen.
Ist aber selber gefangen, in den Strukturen,
in den Zwängen der Realpolitik.
So verurteilt er Daniel in die Löwengrube.
Hofft aber wider alle menschliche Erfahrung,
dass es doch gut kommt, dass Daniel überlebt.
Und das Osterwunder passiert:
Die Löwen krümmen Daniel kein Haar.

Am Palmsonntag wird jedes Jahr eine Passion vorgelesen,
heuer nach Matthäus, in anderen Jahren nach Markus oder Lukas.
Und am Karfreitag wird die Johannespassion gelesen.

Nehmen Sie sich doch in dieser Karwoche Zeit
zu ausgedehnter Bibellektüre.
Lesen Sie eine Passionserzählung in ihrer ganzen Länge.
Als Vorbereitung auf – heuer – doch sehr spezielle Ostern.

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter / Theologischer Leiter



Gottesdienstliche Feier zum Palmsonntag

Mitwirkende:
Thomas Markus Meier, Pastoralraumleiter
Hieronimus Kwure, Vikar
Stefanie Hug, Katechetin RPI
Emanuel Helg, Kirchenmusikdirektor
Ferdinand Jäger, Ministrant (Aufnahmen und Schnitt)



Tagesimpuls - Werdet wie die Kinder (Mt 18,1-5)

Nun sind ganze zwei Wochen, seit dem denkwürdigen Entscheid des Bundesrates die Schulen zu schliessen, vergangen. Die Pandemie bringt unsere gewohnte Lebenswelt total ins Wanken. Was einmal sicher zu sein schien, ist nicht mehr. Wir halten uns gebannt an Anordnungen die festlegt werden um einigermassen einordnen zu können, was die unsichtbare Gefahr für unser Leben und das unserer Nächsten bewirken kann.

Wir als Pfarrei fragen uns immer wieder, wie es den Eltern geht, die ungewollt die Rolle einer Lehrperson übernehmen müssen. Wie gross ihre Sorgen sein müssen wegen Jobverlust oder Angst um ihre Nächsten. Die Verletzlichkeit aller Mitmenschen ist omnipräsent.

Wir müssen in dieser Situation bedenken, dass es nicht jedem Menschen gelingt, solidarisch mit anderen zu sein, wenn die eigene Last zu gross wird. Genau in diesem Moment denke ich an die Schwächsten unter uns: die Kinder.

Ungefiltert spüren sie den Puls der Verzweiflung von Vater, Mutter, Grosseltern und das durch die Medien publizierte Elend auf der Welt.

Es wird Zeit, eine neue Perspektive bewusst wahrzunehmen – in die Lebenswelt der Kinder einzutauchen: ihre Sorgen, Nöte, Ängste aber auch Freuden verstehen zu lernen. Wir wollen uns wieder einmal bewusst werden lassen, dass den Jüngsten unter uns all die schlechten Erfahrungen der Erwachsenen noch fehlen. Diese Tatsache muss respektiert werden.

In Matthäus 18,1-5: lesen wir:

Um diese Zeit kamen die Jünger zu Jesus und fragten ihn: «Wer ist in der neuen Welt Gottes der Grösste?» Da rief Jesus ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: «Ich versichere euch, wenn ihre euch nicht ändert und den Kindern gleich werdet, dann könnt ihr in Gottes neue Welt nicht hineinkommen. Wer so wenig aus sich macht wie dieses Kind, der ist in der neuen Welt Gottes der Grösste. Und wer in meinem Namen solch ein Kind aufnimmt, der nimmt mich auf."

Jesus nahm die Kinder sehr ernst – er stellt sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Ich rate ihnen für einmal ihren Blickwinkel zu ändern. Das heisst, die eigenen Verhaltensmuster zu hinterfragen, zurückzulassen und neu anzufangen – eben so, wie ein Kind. Diese Perspektive befreit uns für den Blick nach oben zu unserem Gott im Himmel.
Kinder brauchen Struktur und Halt von Menschen, die zur eigenen Stärke finden. Wenn sie dies in dieser turbulenten Zeit verloren haben, wäre dies ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Kinder dürfen nicht unter den Folgen des Virus leiden – nehmen wir sie in die Mitte, wie Jesus es getan hat und seien wir mutig, mit ihrer Sichtweise hinzusehen und mit Gottes Hilfe stark zu sein.

Denise Möller
Bereichsleitung Religionsunterricht



Tagesimpuls - Angst vor Corona

Liebe Gläubige
Herzlich willkommen zum heutigen Tagesimpuls

In dieser Zeit fühlen wir uns bedroht, mehr denn je äusserlich wie innerlich. Die Bedrohung durch das Corona – Virus, die macht uns Angst.
Auch ich habe Angst.
Aber für mich ist nicht die Angst schlimm, sondern wenn ich nicht mehr glaube.
Diese schwierige Zeit stärkt meinen Glauben, unseren Glauben.
Ich glaube, dass Gott die Macht hat, schwierige Situationen zu bändigen.
Gottes Wege sind für uns so unbekannt wie die Corona – Epidemie.
Wir dürfen glauben, dass wir von Gott geliebt sind.
Gott ist unbeirrbar treu.
Wenn ich mich jedoch mit all meiner Angst, Einsamkeit, Unsicherheit und Not, offen halte für die Hoffnung, dass Gottes Liebe mich trägt und es nichts, aber auch gar nichts gibt, was mich von ihr trennen kann, es sei denn, mein eigener Wille, dann verliert jede Bedrohung ihren tödlichen Stachel.

Im diesem Sinne, wünsche ich Ihnen allen, alles Gute, Gottes Segen und bleiben Sie gesund.

Hieronimus Kwure
Vikar



Tagesimpuls - Ich liess meine Seele ruhig werden und still

«Ich liess meine Seele ruhig werden und still;
wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in…» –
so betet Psalm 131.
Wie geht es weiter?
Wie ein Säugling bei der Mutter ist meine Seel still in…
…Gott? Würden wir vielleicht vermuten.
Allein, es heisst:
«Ist meine Seele still in mir.»
Bei sich selber bleiben. Keine kleine Kunst.
Bei sich selber bleiben,
gezwungen vielleicht in den eigenen vier Wänden.
Ich bleibe nahe den Noten, bin in der Musik nah bei mir.
Anderen gelingt dies beim Wäsche bügeln,
beim Jäten…
Ganz bei sich bleiben:
Das kann sein wie eine Art Exertitien.
Das Aushalten von einem selber.
Still werden. Bei sich ankommen:
Eine gute Zeit!

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter / Theologischer Leiter



Tagesimpuls - zum 1. April

Liebe Mitchristen – wurden Sie heute schon mit einem Erstaprilscherz in die Irre geführt?

Und wussten Sie, dass in Russland der 1. April als 'Tag des Lachens' begangen wird?
Aber ist uns heute überhaupt zum Scherzen zumute?

Bei der Vorbereitung des heutigen Impulses bin ich über ein Zitat von Papst Benedikt XVI.
gestolpert. So soll er im August 2012 gesagt haben: «Darf man sich eigentlich freuen,
wenn die Welt so voller Leid ist, wenn es so viel Dunkles, Böses, Trauriges gibt? Ist es dann
erlaubt, fröhlich zu sein? Und die Antwort kann nur lauten: Ja. Denn mit einem 'Nein' zur
Freude machen wir die Welt nur dunkler.» Schon Papst Johannes XXIII. sagte: «Glaube ist
die Grundlage der Freude, die Heiterkeit, die von Gott kommt.»

Seit vielen Jahren begleitet mich ein Spruch aus der Bibel, der mir immer wieder Mut
machte und Hoffnung gab. Er stammt ausgerechnet aus dem Buch Hiob. Hiob hatte bekanntlich ein äusserst hartes Schicksal zu tragen. Er hatte alles verloren, was ihm lieb war.
Und doch verliert er nie den Glauben daran, dass Gott ihm helfen wird. «Bestimmt wird er
dich wieder lachen lassen und deinen Mund mit frohem Jubel füllen». [Hiob 8,2]

Ein Blick ins Neue Testament zeigt, dass auch Jesus Sinn für Humor und Ironie hatte. Wie
anders wären seine Worte zu deuten, wenn da der eine Mann sein Haus auf Sand baut
(Mk 7,26), ein anderer einen Balken im Auge hat und trotzdem noch seine Hilfe in Kleinigkeiten
anbietet [Mt 7,3] oder später sogar ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen sollte [Lk
18,25]? Hätten wir nicht auch geschmunzelt, als Jesus zu den hartherzigen Pharisäern
sagte: «Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele» [Mt 23,24].

Gerade In Zeiten, in denen uns Trauer und Elend begegnet, ist es wichtig, die Hoffnung
auf Gott nicht aufzugeben. Gott, der wahre Freude schenkt. Das gehört zum Programm
Gottes mit uns. Darum ist das Evangelium auch nicht ein Schreckensmärchen, sondern
eine Frohbotschaft! Der Glaube ist die Grundlage unseres christlichen Seins. Wenn wir
glaubend Gottes Liebe und Güte in Anspruch nehmen, erleben wir seine grosse Gnade.

Diese Überzeugung kann uns helfen, mit mehr Zuversicht unsere jetzigen Herausforderungen
anzugehen.

Ich wünsche uns allen, dass wir durch den Glauben an Gott und an unseren auferstandenen
Jesus Christus im Heiligen Geist als frohmachende Menschen unseren Lebensweg
gehen können. Und dazu segne uns der allmächtige und dreifaltige Gott: der Vater, der
Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Tagesimpuls - Sie sagten Ihm von ihr (Markus 1, 30)

In diesen Tagen sorgen wir uns um unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Lieben. Vielleicht sorgen wir uns mehr um die Gesundheit der älteren Menschen wie unserer geliebten Eltern, Großeltern, Verwandten und Nachbarn. Nach den Evangeliumserzählungen ist die älteste Person, die Jesus geheilt hat die Schwiegermutter von Petrus (Markus 1,29-31). Aus dem Text geht hervor, dass Jesus sie heilte, als die Jünger ihm von ihrer Krankheit erzählte. Es ist ein Gebet wenn wir Jesus über die Bedürfnisse anderer Menschen erzählen.
Jesus hätte die Schwiegermutter von Petrus auch ohne das Eingreifen oder das Gebet von den Jüngern heilen können. Dann wäre der ganze Verdienst der Heilung aber allein an Jesus gegangen. Aber jetzt können auch sie glücklich sein, dass Jesus die Schwiegermutter durch das Gebet der Jünger geheilt hat. Normalerweise mögen wir es nicht, wenn andere Menschen unsere Leistungen schmälern. Aber so handelt Jesus nicht in dieser Welt. In seiner großen Großzügigkeit bezieht er uns in seine wundersamen Taten ein. Er genießt es, uns eine Rolle in den wunderbaren Taten zu geben, die er allein im Leben unserer Mitmenschen tun kann. Wir übernehmen diese Rolle, wenn wir für andere Menschen beten.
In vielen Wundergeschichten sehen wir, dass Jesus jemanden heilt oder ein Wunder vollbringt als Antwort auf das Gebet eines anderen. So kann nicht nur der direkte Nutznießer des Wunders, sondern auch der Fürsprecher glücklich sein. Dies gilt für die Umwandlung von Wasser in Wein in Kana (Joh 2, 1-12), die Auferweckung der Tochter des Jairus (Mk 5, 35-43), die Heilung des epileptischen Jungen (Mk 9, 14-27) den Gelähmten (Mk 2,1-12) und so weiter.

Jetzt ist die Zeit von Corona, die Zeit in unseren Häusern zu bleiben. Aber es ist nicht die Zeit, untätig zu bleiben. Wir sollten uns aktiv daran beteiligen, diese Epidemie zu besiegen –durch unsere ständigen Gebete. Wie die Jünger, lasset uns Jesus von Corona und all den Leiden erzählen, die es auf dieser Welt gibt. Wenn die Menschheit schließlich das Corona-Virus mit der Gnade Gottes überwindet, können auch wir froh sein, dass wir auch eine Rolle bei der Erlangung dieser Gnade von Gott gespielt haben. Amen

Jacob Chanikuzhy
Aushilfspriester



Tagesimpuls - Der Herr ist mein Hirte

Psalm 23
1 Ein Psalm Davids
Der HERR ist mein Hirt, *
nichts wird mir fehlen.
2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen *
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
3 Meine Lebenskraft bringt er zurück. /
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, *
getreu seinem Namen.
4 Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, *
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, *
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.
5 Du deckst mir den Tisch *
vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, *
übervoll ist mein Becher.
6 Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang /
und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN *
für lange Zeiten.

Die anderen biblischen Texte des Tages:
Buch Daniel 13,1-9. 15-17. 19-30. 33-62
Johannesevangelium 8,1-11

Guter Gott
Ich danke dir, dass du uns begleitest und beschützt
Ich danke dir, dass du auch in schweren Zeiten bei uns bist.
Ich danke dir, dass wir uns auf dich verlassen können.
Guter Gott
Schenke uns Geduld die Einschränkungen auszuhalten und die Hoffnung nicht zu verlieren.
Amen.


Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Eucharistische Feier zum 5. Fastensonntag vom 29. März

Priester: Hieronimus Kwure
Gesang: Stefanie Hug
Orgel: Emanuel Helg



Tagesimpuls zum Samstag der 4. Fastenwoche"

«In jener Zeit sagten einige aus dem Volk, als sie die Worte Jesu hörten: Er ist wahrhaftig
der Prophet. Andere sagten: Er ist der Messias.» [Joh 7,40-41].

Liebe Mitchristen – in den Eingangsversen aus dem Evangelium zum heutigen Tag führt
uns der Apostel und Evangelist Johannes die Zweifel und Meinungsverschiedenheiten vor
Augen, von denen die Menschen zu jener Zeit geplagt wurden. Einige behaupteten,
dass Jesus einfach ein Prophet sei, die anderen aber sagten, er sei der Messias.
Die Menschen damals warteten auf den verheissenen Messias. Und dann steht da ein
Mann, der sie fasziniert – mit seinen Worten, mit seinen Taten, mit den Wundern, die er
wirkt. Doch sie können Jesus aufgrund ihrer vorgefassten Meinungen nicht in ihr Lebens-
Schema einordnen. Und zudem: Das, was er verkündet, ist eine echte Herausforderung.
Ist die Botschaft Jesu nun das, was sie erwartet hatten? Würde es sich lohnen, dafür Gewohnheiten zu ändern, ja sogar das Leben umzukrempeln?

Und wir heute? Lassen wir die Worte Jesu an uns herankommen? Sind wir auch bereit, sie
aufzunehmen – sie mit unserem Herzen zu hören? Lassen wir uns ganz auf Gott ein? Oder
gibt es vielleicht in unserem Leben etwas, das wir ändern sollten? Gerade jetzt, in dieser
Fastenzeit? Gerade jetzt, da wir täglich mit Schreckensmeldungen aus der ganzen Welt
konfrontiert sind?

Liebe Mitchristen – wir haben das Wort Gottes, für viele Generationen aufgezeichnet in
der Heiligen Schrift. Dort ist auch bezeugt, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist. So lesen wir
beim Evangelisten Matthäus: «Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen
habe. Auf ihn sollt ihr hören.» [Mt 17,5]
Er, der Mensch geworden ist. Er, der uns mit seinem Tod und seiner Auferstehung den
Weg zu Gott geebnet hat. Er, der uns auch aufgefordert hat: «Bittet, so wird euch gegeben;
suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.» [Mt 7,7]
So wollen wir im Vertrauen auf Jesu Worte einstimmen in das aktuelle Gebet der Bischofskonferenzen aller europäischen Länder:

Gott Vater, Schöpfer der Welt, Du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast Du Deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die
Welt gesandt. Schau auf Deine Kinder, die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an Dich wenden, um Kraft,
Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst, heile unsere Kranken, tröste ihre Familien, gib den
Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit, den Ärzten, Pflegenden und Freiwilligen
Energie und Kraft, den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung, sondern erlöse uns von allem Bösen. Darum
bitten wir Dich, der Du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle
Ewigkeit. Amen.

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Tagesimpuls "Lilli gräbt nach dem Schatz Gottes"

Ich darf Sie heute hier begrüssen. Es ist etwas ungewohnt für mich hier zu stehen und vor laufender Kamera etwas zu Ihnen zu sagen.
Heute Nachmittag beginnen für die Kinder im Thurgau die Frühlingsferien. Seit vielen Jahren gibt es die Kinderbibelwochen. Die evangelische Kirche und die katholische Kirche Frauenfeld führen diese als gemeinsames ökumenisches Projekt in den Frühlingsferien durch.

Die Kinderbibelwochen sind ein Angebot für Kinder ab den Kindergartenalter. Ab der 6.Klasse darf man Hilfleiter oder Hilfleiterin sein und dann später auch Leiter oder Leiterin. Leiter und Leiterinnen sind erwachsene Menschen aus unseren Kirchengemeinden.
Worum geht es in den Kinderbibelwochen, so fragen sie sich vielleicht.
Es geht darum den Kindern biblische Texte näher zu bringen.
Es geht darum, dass wir im Glauben miteinander unterwegs sind. Das passiert im szenischen Theaterspiel, das geschieht beim Spielen, Basteln, Singen und Beten.
Das ist etwas, was ganz viel Energie gibt. Die Energie, die entsteht, wenn über hundert Kinder dabei sind und begeistert sind. So viel Freud und Hoffnung ist da für mich immer spürbar.

Dieses Jahr ist es anders. Karin Meyer und ich haben als Hauptleitung sehr schnell gewusst, dass wir die Kinderbibelwochen in diesem Jahr zwar absagen müssen, aber dass es sicher etwas braucht mit dem alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in den Frühlingsferien unterwegs sein können.
Da entstand die Idee des Hoffnungsfunken.
„Lilli gräbt nach dem Schatz Gottes“ , so heisst unser Thema der Kinderbibelwoche vom 2020.
Lilli ,das werden sie gleich sehen, ist eine Handpuppe.
Sie fragt mal schüchtern, mal frech.
Sie steht für eure Gedanken und Ideen, liebe Kinder. Ich mag sie, die Lilli.

Nun dürfen Sie eine kleine Szene sehen von Lilli und mir.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen damit und wenn Sie und Ihr, liebe Kinder, mehr sehen wollen, dann klicken Sie doch jeden Tag auf der Homepage den Hoffnungsfunken an. Da gibt es viel zu entdecken.

Wenn Sie noch eine richtige Schatzkiste haben möchten, dann melden Sie sich doch auf dem Sekretariat der evangelischen Kirche bei Evelyn Schweizer. / 052 723 22 42
Schatzkiste heisst in diesem Fall solch eine Kartonschachtel gefüllt mit ein paar Kleinigkeiten.

Gunhild Wälti
Hauptleitung Kinderbibelwoche



Tagesimpuls "Von guten Mächten wunderbar geborgen"

Liebe Gläubige
Herzlich willkommen zum heutigen Tagesimpuls – heute aus der katholischen Kirche in Gachnang.

Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar


Dieses Gedicht haben wir von Dietrich Bonhoeffer, als ein wunderschönes aussagestarkes Geschenk, bekommen.
Ein Gedicht, das ein starkes Gottvertrauen ausdrückt.
Gott umgibt uns bergend und tröstend.
Gott behütet uns an jedem neuen Tag.
Darauf dürfen wir vertrauen.
Zu Gott dürfen wir uns wenden in unserer Zeit von Not und Verunsicherung, in Zeit von Freud und in Zeit von Leid.
Zu Gott dürfen wir auch heute bitten.

Gott schenke uns Heil, schenke uns Heilung. Mache gesund was der Heilung bedarf.
Gott schenke den Menschen, die in diesen Tagen einsam sind, das Licht von Menschen, die sich ihrer annehmen.
Gott schenke den Familien Geduld, wenn sie an ihre Grenzen stossen.
Gott mach alle Menschen gesund, die am Corona-Virus erkrankt sind
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag

Liebe Gläubige, ich wünsche Ihnen ein starkes Vertrauen, so dass sie immer die Gewissheit haben dürfen: Gott ist mit uns.

Liebe Gläubige, ich wünsche ihnen gute Gesundheit und Gottes Segen

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Tagesimpuls zum Fest «Verkündigung des Herrn»

Folgende Betrachtung ist mir aus dem Erlebnis heute Früh in der Kälte, im langen Warten, im wunderschönen Morgenrot und schlussendlich dem Sonnenaufgang gekommen: Im Glauben betrachtet sehe ich in der Nacht und dem Ausharren in der Kälte unsere schwierigen Situationen und das Leid im Leben. Dazu muss ich nicht aufzählen, welche Leiden und Nöte wir in der Welt alle haben. Jeder von uns kennt sie und erfährt das Leid im eigenen Leben. Nun wie viele von uns sind in den letzten Tagen hinaus, um etwas Sonne zu tanken? Dazu haben wir unsere Haustür geöffnet und uns einen Platz oder Spaziergang an der Sonne gegönnt. Vielleicht auch um die persönlichen Schwierigkeiten für einen Moment zu vergessen. Ich wünsche und lade sie dazu ein, die Tür Ihres Herzens zu öffnen und das Licht Gottes hinein zu lassen, seine Gegenwart und Wärme zu suchen. Bitten Sie ihn, für Ihre ganz persönlichen Schwierigkeiten um Licht und Kraft. Hoffen Sie, glauben Sie, harren Sie aus in der Kälte der Nacht, dem hoffnungsvollen Morgenrot und erwarten Sie voll Glauben das aufstrahlende Licht in ihrem Leben.

Im heutigen Tagesevangelium Lukas 1, 26 - 38 können wir die Botschaft des Engel Gabriels an Maria lesen. Aus diesem Evangelium habe ich für mich drei Ermutigungen gefunden:
• Die ersten Worte des Engel Gabriel an Maria sind: «Fürchte dich nicht, Maria.» Dieses «Fürchte dich nicht» gibt mir in dieser Zeit Zuversicht und inneren Frieden.
• Ein zweites Wort: «Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen». Dieses Wort gibt mir Gelassenheit. Wir müssen und können nicht alles im Griff und unter Kontrolle haben. Ohnmacht gehört zu unserem Mensch sein. Die Kraft Gottes ist letztendlich die Einzige, welche uns in unserer Ohnmacht auffangen kann.
• Und ein drittes Wort: «Mir geschehe, wie du es gesagt hast». Den Mut und das Vertrauen haben, alles Gott zu übergeben. Und mit diesem tiefen Vertrauen und Ja der Mutter Maria, wurde Gott Mensch, ist das Licht in die Welt gekommen. Wenn Sie Zuflucht bei Maria im Gebet oder in der Kirche nehmen, seien Sie gewiss Maria wird für Sie da sein.

Die Worte des Evangeliums sind Licht und Kraft. Ich hoffe, dass auch Sie diesen Schatz entdecken können.

Stefanie Hug
Katechetin RPI



Wirtschaftliche Not und Existenzängste

Bibeltext: Lk. 12.22
Jesus sagt zu den Menschen: Schaut euch die Vögel am Himmel an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben keinen Speicher und keine Scheune: Gott ernährt sie. Schaut euch die wilden Blumen an: Sie haben kein Garn und nähen keine Kleider, aber kein König in all seiner Pracht ist so schön wie sie. Wenn Gott für die Blumen so gut sorgt, sorgt er noch viel mehr für euch!

Noch sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona Krise nicht absehbar. Viele Menschen machen sich aber bereits jetzt Sorgen um ihre materielle Zukunft und es entstehen Existenzängste.
Auch wenn diese Ängste verständlich sind – bewahren Sie sich ihr Vertrauen in die Zukunft, in die Hilfe und den Beistand Gottes, wie uns das auch von Jesus im oben stehenden Lukasevangelium überliefert ist.

Als Bewohner der Schweiz können Sie im Notfall auf eine Vielzahl von Hilfsmöglichkeiten in dieser Krise zurückgreifen – Einkaufshilfen und Mahlzeitendienste für Risikogruppen z.B. durch Nachbarschaftsvereine, Arbeitslosengeld, Unterstützung durch die sozialen Dienste in ihren Gemeinden, Unterstützung durch die Kirchen und vieles mehr.

Wenn es für Sie und ihre Familie am Nötigsten fehlt, bietet Ihnen die Pfarrei St. Anna Unterstützung in Form von Migros Lebensmittelgutscheinen an.
Gerne können Sie dazu mit uns telefonisch oder per mail Kontakt aufnehmen oder zu unserer Sozialberatung kommen Montag 09 – 11.30 Uhr und Donnerstag 14 – 15.30 Uhr.

Bleiben Sie gesund, hoffnungsvoll und vertrauen Sie auf den Beistand Gottes!

Christoph Oechsle
Leiter Diakonie Pfarrei St. Anna



Im Gebet verbunden

Täglich laden wir zu diesen Gebeten ein:
• 06:30 Uhr Laudes
• 11:00 Uhr Angelus
• Donnerstags 20 Uhr Gemeinsam Beten und Kerze anzünden - Ökumenische Aktion
Ökumenische Aktion: Gemeinsam beten und Kerzen anzünden

Grüezi – und herzlich willkommen zum heutigen Tagesimpuls

Vor einer Woche hat der Bundesrat über das Veranstaltungsverbot in der Schweiz informiert. Seitdem ist es auch uns in der Pfarrei St. Anna nicht mehr möglich öffentliche Gottesdienste zu feiern. Doch es gibt eine Möglichkeit auch in dieser Krisenzeit miteinander verbunden zu bleiben – nämlich im Gebet.
Am Mittwochmorgen um 6:30 Uhr haben sich jeweils Pfarreimitglieder hier im Klösterli Frauenfeld versammelt um miteinander die Laudes zu beten. Die Laudes ist das Morgengebet der Kirche. Es wird in Klöstern aber auch von einzelnen Gläubigen, Priester, Diakone sowie Seelsorgerinnen und Seelsorgern gebetet oder auch gesungen wird. Es vereint uns über den ganzen Erdball im Gebet. Seit auch wir uns hier am Mittwochmorgen nicht mehr zur gemeinsamen Laudes versammeln können, haben wir beschlossen jeden Morgen dort wo wir gerade sind die Laudes beten und wissen, dass Andere mit uns im Gebet verbunden sind. Das Gebet hat Kraft, besonders auch in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit. Die Psalmen, welche wir beten, handeln von Angst, von Bedrängnis, Hoffnung und Vertrauen aber auch von Lob und Dank für Gottes grosse Tagen. Wir laden auch Sie im Namen des Seelsorgeteam und den Pfarreimitgliedern, welche gemeinsam die Laudes beten, ein um in dieses Gebet einzustimmen. Sie finden diese Texte auch unter diesem Video verlinkt oder auf unserer Homepage. Es ist eines dieser Gebete, welches wir Ihnen besonders in dieser Zeit ans Herz legen wollen. Sie sehen hinter mir das Ewige Licht das brennt. Gott ist hier, präsent im Tabernakel, aber er ist auch präsent in unseren Herzen wo der Glaube an Ihn brennt. So dürfen wir darauf Vertrauen, dass wir miteinander auch über diese Distanz im Gebet und im Glauben an Gott verbunden sind.
Bleiben Sie gesund und machen Sie es gut!

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI



Eucharistische Feier zum 4. Fastensonntag vom 22. März

Priester: Jacob Chanikuzhy
Gesang: Stefanie Hug
Orgel: Emanuel Helg



Er stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm nach.
Und siehe, es erhob sich auf dem See ein gewaltiger Sturm, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief.

Ein Sturm, wie wir ihn ganz ähnlich erleben mit Unsicherheit und Angst.

Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!

Wir tun alles Mögliche, den Sturm abzuwenden, sind aber hilflos.
Auch wir können zu Jesus rufen!

Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.

Vertrauen haben

Die Menschen aber staunten und sagten: Was für einer ist dieser, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?

Wann und wie unser Sturm gestillt wird, wissen wir nicht.
Trotzdem: Jesus ich vertraue dir!
Mt 8.23-27

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Liebe Gläubige

Herzlich willkommen zum heutigen Impuls – in dieser Zeit von ausserordentlichen Massnahmen.

Als die Schriftgelehrten Jesus nach dem höchsten Gebot gefragt haben, hat er ihnen zur Antwort gegeben: «Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen und von ganzer Seele.» Jesus hat dies dann sogar noch mit einem Bibelzitat ergänzt: Und das andere Gebot ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es gibt kein grösseres Gebot als diese.»

In unserem Leben sorgen wir viel für andere und vergessen dabei oft uns selbst. Wir nehmen Anteil an den Sorgen von unseren Mitmenschen und bringen für uns selbst kaum Mitgefühl auf. Dabei wäre unser Leben viel einfacher, wenn wir uns in schwierigen Situationen auch Gutes tun würden.
Jesus ist das ganz wichtig gewesen: Dass seine Jünger das verstehen: liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.

Darum möchte ich Sie gerade in dieser Zeit ermuntern: Schauen Sie gut zu sich. Ein achtsamer Umgang mit sich selber führt auch zu einem achtsamen Umgang mit unseren Mitmenschen. Schauen Sie gut zu sich. Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und Gottes Segen.

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Die Bibel erzählt vom Ausbruch einer schlimmen Pest, und wann sie gestoppt wurde. König David bestürmt Gott, dass er der Seuche Einhalt gebiete – denn das Volk treffe keine Schuld. Wenn schon, sei er, David, der zu bestrafende.

Der Engel, der das Volk mit der Pest schlug, wurde knapp vor Jerusalem gestoppt. Bei der «Tenne des Arauna».
So erzählt es das zweite Samuel-Buch. David baute dann auf dieser Tenne einen Altar und opferte Gott. Das zweite Chronik-Buch schliesslich wird berichten, dass just an diesem Ort, der Tenne des Arauna, Salomo den Tempel errichten wird.

Wo sich ein Schicksal wendet, wo Gott -sozusagen- umkehrt, Halt macht, wird später der Ort des Heiligtums.

Auch Corona wird irgendmal den Zenit überschritten haben. Dass kann uns zum Neustart werden.

Nicht nur, dass das leben wieder seinen gewohnteren Gang gehen wird, sondern dass wir neu die Nähe zum Heiligen erfahren.

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter / Theologischer Leiter
Bereitgestellt: 27.10.2020     Besuche: 275 Monat 
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