Texte zu den Tagesimpulsen

In dieser Krisenzeit gibt es die Möglichkeit, trotz allem miteinander verbunden zu bleiben – nämlich über das Gebet.

Tagesimpuls - Der Herr ist mein Hirte

Psalm 23
1 Ein Psalm Davids
Der HERR ist mein Hirt, *
nichts wird mir fehlen.
2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen *
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
3 Meine Lebenskraft bringt er zurück. /
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, *
getreu seinem Namen.
4 Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, *
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, *
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.
5 Du deckst mir den Tisch *
vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, *
übervoll ist mein Becher.
6 Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang /
und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN *
für lange Zeiten.

Die anderen biblischen Texte des Tages:
Buch Daniel 13,1-9. 15-17. 19-30. 33-62
Johannesevangelium 8,1-11

Guter Gott
Ich danke dir, dass du uns begleitest und beschützt
Ich danke dir, dass du auch in schweren Zeiten bei uns bist.
Ich danke dir, dass wir uns auf dich verlassen können.
Guter Gott
Schenke uns Geduld die Einschränkungen auszuhalten und die Hoffnung nicht zu verlieren.
Amen.


Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin




Eucharistische Feier zum 5. Fastensonntag vom 29. März

Priester: Hieronimus Kwure
Gesang: Stefanie Hug
Orgel: Emanuel Helg




Tagesimpuls zum Samstag der 4. Fastenwoche"

«In jener Zeit sagten einige aus dem Volk, als sie die Worte Jesu hörten: Er ist wahrhaftig
der Prophet. Andere sagten: Er ist der Messias.» [Joh 7,40-41].

Liebe Mitchristen – in den Eingangsversen aus dem Evangelium zum heutigen Tag führt
uns der Apostel und Evangelist Johannes die Zweifel und Meinungsverschiedenheiten vor
Augen, von denen die Menschen zu jener Zeit geplagt wurden. Einige behaupteten,
dass Jesus einfach ein Prophet sei, die anderen aber sagten, er sei der Messias.
Die Menschen damals warteten auf den verheissenen Messias. Und dann steht da ein
Mann, der sie fasziniert – mit seinen Worten, mit seinen Taten, mit den Wundern, die er
wirkt. Doch sie können Jesus aufgrund ihrer vorgefassten Meinungen nicht in ihr Lebens-
Schema einordnen. Und zudem: Das, was er verkündet, ist eine echte Herausforderung.
Ist die Botschaft Jesu nun das, was sie erwartet hatten? Würde es sich lohnen, dafür Gewohnheiten zu ändern, ja sogar das Leben umzukrempeln?

Und wir heute? Lassen wir die Worte Jesu an uns herankommen? Sind wir auch bereit, sie
aufzunehmen – sie mit unserem Herzen zu hören? Lassen wir uns ganz auf Gott ein? Oder
gibt es vielleicht in unserem Leben etwas, das wir ändern sollten? Gerade jetzt, in dieser
Fastenzeit? Gerade jetzt, da wir täglich mit Schreckensmeldungen aus der ganzen Welt
konfrontiert sind?

Liebe Mitchristen – wir haben das Wort Gottes, für viele Generationen aufgezeichnet in
der Heiligen Schrift. Dort ist auch bezeugt, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist. So lesen wir
beim Evangelisten Matthäus: «Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen
habe. Auf ihn sollt ihr hören.» [Mt 17,5]
Er, der Mensch geworden ist. Er, der uns mit seinem Tod und seiner Auferstehung den
Weg zu Gott geebnet hat. Er, der uns auch aufgefordert hat: «Bittet, so wird euch gegeben;
suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.» [Mt 7,7]
So wollen wir im Vertrauen auf Jesu Worte einstimmen in das aktuelle Gebet der Bischofskonferenzen aller europäischen Länder:

Gott Vater, Schöpfer der Welt, Du bist allmächtig und barmherzig.
Aus Liebe zu uns hast Du Deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die
Welt gesandt. Schau auf Deine Kinder, die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an Dich wenden, um Kraft,
Erlösung und Trost zu suchen.
Befreie uns von Krankheit und Angst, heile unsere Kranken, tröste ihre Familien, gib den
Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit, den Ärzten, Pflegenden und Freiwilligen
Energie und Kraft, den Verstorbenen das ewige Leben.
Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung, sondern erlöse uns von allem Bösen. Darum
bitten wir Dich, der Du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle
Ewigkeit. Amen.

Roland A. Huber
Benediktiner-Oblate; Leiter ökumenischer Andachten in der Bruderklausen-Kapelle



Tagesimpuls "Lilli gräbt nach dem Schatz Gottes"

Ich darf Sie heute hier begrüssen. Es ist etwas ungewohnt für mich hier zu stehen und vor laufender Kamera etwas zu Ihnen zu sagen.
Heute Nachmittag beginnen für die Kinder im Thurgau die Frühlingsferien. Seit vielen Jahren gibt es die Kinderbibelwochen. Die evangelische Kirche und die katholische Kirche Frauenfeld führen diese als gemeinsames ökumenisches Projekt in den Frühlingsferien durch.

Die Kinderbibelwochen sind ein Angebot für Kinder ab den Kindergartenalter. Ab der 6.Klasse darf man Hilfleiter oder Hilfleiterin sein und dann später auch Leiter oder Leiterin. Leiter und Leiterinnen sind erwachsene Menschen aus unseren Kirchengemeinden.
Worum geht es in den Kinderbibelwochen, so fragen sie sich vielleicht.
Es geht darum den Kindern biblische Texte näher zu bringen.
Es geht darum, dass wir im Glauben miteinander unterwegs sind. Das passiert im szenischen Theaterspiel, das geschieht beim Spielen, Basteln, Singen und Beten.
Das ist etwas, was ganz viel Energie gibt. Die Energie, die entsteht, wenn über hundert Kinder dabei sind und begeistert sind. So viel Freud und Hoffnung ist da für mich immer spürbar.

Dieses Jahr ist es anders. Karin Meyer und ich haben als Hauptleitung sehr schnell gewusst, dass wir die Kinderbibelwochen in diesem Jahr zwar absagen müssen, aber dass es sicher etwas braucht mit dem alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in den Frühlingsferien unterwegs sein können.
Da entstand die Idee des Hoffnungsfunken.
„Lilli gräbt nach dem Schatz Gottes“ , so heisst unser Thema der Kinderbibelwoche vom 2020.
Lilli ,das werden sie gleich sehen, ist eine Handpuppe.
Sie fragt mal schüchtern, mal frech.
Sie steht für eure Gedanken und Ideen, liebe Kinder. Ich mag sie, die Lilli.

Nun dürfen Sie eine kleine Szene sehen von Lilli und mir.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen damit und wenn Sie und Ihr, liebe Kinder, mehr sehen wollen, dann klicken Sie doch jeden Tag auf der Homepage den Hoffnungsfunken an. Da gibt es viel zu entdecken.

Wenn Sie noch eine richtige Schatzkiste haben möchten, dann melden Sie sich doch auf dem Sekretariat der evangelischen Kirche bei Evelyn Schweizer. / 052 723 22 42
Schatzkiste heisst in diesem Fall solch eine Kartonschachtel gefüllt mit ein paar Kleinigkeiten.

Gunhild Wälti
Hauptleitung Kinderbibelwoche



Tagesimpuls "Von guten Mächten wunderbar geborgen"

Liebe Gläubige
Herzlich willkommen zum heutigen Tagesimpuls – heute aus der katholischen Kirche in Gachnang.

Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar


Dieses Gedicht haben wir von Dietrich Bonhoeffer, als ein wunderschönes aussagestarkes Geschenk, bekommen.
Ein Gedicht, das ein starkes Gottvertrauen ausdrückt.
Gott umgibt uns bergend und tröstend.
Gott behütet uns an jedem neuen Tag.
Darauf dürfen wir vertrauen.
Zu Gott dürfen wir uns wenden in unserer Zeit von Not und Verunsicherung, in Zeit von Freud und in Zeit von Leid.
Zu Gott dürfen wir auch heute bitten.

Gott schenke uns Heil, schenke uns Heilung. Mache gesund was der Heilung bedarf.
Gott schenke den Menschen, die in diesen Tagen einsam sind, das Licht von Menschen, die sich ihrer annehmen.
Gott schenke den Familien Geduld, wenn sie an ihre Grenzen stossen.
Gott mach alle Menschen gesund, die am Corona-Virus erkrankt sind
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag

Liebe Gläubige, ich wünsche Ihnen ein starkes Vertrauen, so dass sie immer die Gewissheit haben dürfen: Gott ist mit uns.

Liebe Gläubige, ich wünsche ihnen gute Gesundheit und Gottes Segen

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger



Tagesimpuls zum Fest «Verkündigung des Herrn»

Folgende Betrachtung ist mir aus dem Erlebnis heute Früh in der Kälte, im langen Warten, im wunderschönen Morgenrot und schlussendlich dem Sonnenaufgang gekommen: Im Glauben betrachtet sehe ich in der Nacht und dem Ausharren in der Kälte unsere schwierigen Situationen und das Leid im Leben. Dazu muss ich nicht aufzählen, welche Leiden und Nöte wir in der Welt alle haben. Jeder von uns kennt sie und erfährt das Leid im eigenen Leben. Nun wie viele von uns sind in den letzten Tagen hinaus, um etwas Sonne zu tanken? Dazu haben wir unsere Haustür geöffnet und uns einen Platz oder Spaziergang an der Sonne gegönnt. Vielleicht auch um die persönlichen Schwierigkeiten für einen Moment zu vergessen. Ich wünsche und lade sie dazu ein, die Tür Ihres Herzens zu öffnen und das Licht Gottes hinein zu lassen, seine Gegenwart und Wärme zu suchen. Bitten Sie ihn, für Ihre ganz persönlichen Schwierigkeiten um Licht und Kraft. Hoffen Sie, glauben Sie, harren Sie aus in der Kälte der Nacht, dem hoffnungsvollen Morgenrot und erwarten Sie voll Glauben das aufstrahlende Licht in ihrem Leben.

Im heutigen Tagesevangelium Lukas 1, 26 - 38 können wir die Botschaft des Engel Gabriels an Maria lesen. Aus diesem Evangelium habe ich für mich drei Ermutigungen gefunden:
• Die ersten Worte des Engel Gabriel an Maria sind: «Fürchte dich nicht, Maria.» Dieses «Fürchte dich nicht» gibt mir in dieser Zeit Zuversicht und inneren Frieden.
• Ein zweites Wort: «Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen». Dieses Wort gibt mir Gelassenheit. Wir müssen und können nicht alles im Griff und unter Kontrolle haben. Ohnmacht gehört zu unserem Mensch sein. Die Kraft Gottes ist letztendlich die Einzige, welche uns in unserer Ohnmacht auffangen kann.
• Und ein drittes Wort: «Mir geschehe, wie du es gesagt hast». Den Mut und das Vertrauen haben, alles Gott zu übergeben. Und mit diesem tiefen Vertrauen und Ja der Mutter Maria, wurde Gott Mensch, ist das Licht in die Welt gekommen. Wenn Sie Zuflucht bei Maria im Gebet oder in der Kirche nehmen, seien Sie gewiss Maria wird für Sie da sein.

Die Worte des Evangeliums sind Licht und Kraft. Ich hoffe, dass auch Sie diesen Schatz entdecken können.

Stefanie Hug
Katechetin RPI



Wirtschaftliche Not und Existenzängste

Bibeltext: Lk. 12.22
Jesus sagt zu den Menschen: Schaut euch die Vögel am Himmel an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben keinen Speicher und keine Scheune: Gott ernährt sie. Schaut euch die wilden Blumen an: Sie haben kein Garn und nähen keine Kleider, aber kein König in all seiner Pracht ist so schön wie sie. Wenn Gott für die Blumen so gut sorgt, sorgt er noch viel mehr für euch!

Noch sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona Krise nicht absehbar. Viele Menschen machen sich aber bereits jetzt Sorgen um ihre materielle Zukunft und es entstehen Existenzängste.
Auch wenn diese Ängste verständlich sind – bewahren Sie sich ihr Vertrauen in die Zukunft, in die Hilfe und den Beistand Gottes, wie uns das auch von Jesus im oben stehenden Lukasevangelium überliefert ist.

Als Bewohner der Schweiz können Sie im Notfall auf eine Vielzahl von Hilfsmöglichkeiten in dieser Krise zurückgreifen – Einkaufshilfen und Mahlzeitendienste für Risikogruppen z.B. durch Nachbarschaftsvereine, Arbeitslosengeld, Unterstützung durch die sozialen Dienste in ihren Gemeinden, Unterstützung durch die Kirchen und vieles mehr.

Wenn es für Sie und ihre Familie am Nötigsten fehlt, bietet Ihnen die Pfarrei St. Anna Unterstützung in Form von Migros Lebensmittelgutscheinen an.
Gerne können Sie dazu mit uns telefonisch oder per mail Kontakt aufnehmen oder zu unserer Sozialberatung kommen Montag 09 – 11.30 Uhr und Donnerstag 14 – 15.30 Uhr.

Bleiben Sie gesund, hoffnungsvoll und vertrauen Sie auf den Beistand Gottes!

Christoph Oechsle
Leiter Diakonie Pfarrei St. Anna



Im Gebet verbunden

Täglich laden wir zu diesen Gebeten ein:
• 06:30 Uhr Laudes
• 11:00 Uhr Angelus
• Donnerstags 20 Uhr Gemeinsam Beten und Kerze anzünden - Ökumenische Aktion
Ökumenische Aktion: Gemeinsam beten und Kerzen anzünden

Grüezi – und herzlich willkommen zum heutigen Tagesimpuls

Vor einer Woche hat der Bundesrat über das Veranstaltungsverbot in der Schweiz informiert. Seitdem ist es auch uns in der Pfarrei St. Anna nicht mehr möglich öffentliche Gottesdienste zu feiern. Doch es gibt eine Möglichkeit auch in dieser Krisenzeit miteinander verbunden zu bleiben – nämlich im Gebet.
Am Mittwochmorgen um 6:30 Uhr haben sich jeweils Pfarreimitglieder hier im Klösterli Frauenfeld versammelt um miteinander die Laudes zu beten. Die Laudes ist das Morgengebet der Kirche. Es wird in Klöstern aber auch von einzelnen Gläubigen, Priester, Diakone sowie Seelsorgerinnen und Seelsorgern gebetet oder auch gesungen wird. Es vereint uns über den ganzen Erdball im Gebet. Seit auch wir uns hier am Mittwochmorgen nicht mehr zur gemeinsamen Laudes versammeln können, haben wir beschlossen jeden Morgen dort wo wir gerade sind die Laudes beten und wissen, dass Andere mit uns im Gebet verbunden sind. Das Gebet hat Kraft, besonders auch in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit. Die Psalmen, welche wir beten, handeln von Angst, von Bedrängnis, Hoffnung und Vertrauen aber auch von Lob und Dank für Gottes grosse Tagen. Wir laden auch Sie im Namen des Seelsorgeteam und den Pfarreimitgliedern, welche gemeinsam die Laudes beten, ein um in dieses Gebet einzustimmen. Sie finden diese Texte auch unter diesem Video verlinkt oder auf unserer Homepage. Es ist eines dieser Gebete, welches wir Ihnen besonders in dieser Zeit ans Herz legen wollen. Sie sehen hinter mir das Ewige Licht das brennt. Gott ist hier, präsent im Tabernakel, aber er ist auch präsent in unseren Herzen wo der Glaube an Ihn brennt. So dürfen wir darauf Vertrauen, dass wir miteinander auch über diese Distanz im Gebet und im Glauben an Gott verbunden sind.
Bleiben Sie gesund und machen Sie es gut!

David Hug
Jugendarbeiter / Katechet RPI




Eucharistische Feier zum 4. Fastensonntag vom 22. März

Priester: Jacob Chanikuzhy
Gesang: Stefanie Hug
Orgel: Emanuel Helg




Er stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm nach.
Und siehe, es erhob sich auf dem See ein gewaltiger Sturm, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief.

Ein Sturm, wie wir ihn ganz ähnlich erleben mit Unsicherheit und Angst.

Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!

Wir tun alles Mögliche, den Sturm abzuwenden, sind aber hilflos.
Auch wir können zu Jesus rufen!

Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.

Vertrauen haben

Die Menschen aber staunten und sagten: Was für einer ist dieser, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?

Wann und wie unser Sturm gestillt wird, wissen wir nicht.
Trotzdem: Jesus ich vertraue dir!
Mt 8.23-27

Heidi Guggenbühl
Seelsorgemitarbeiterin



Liebe Gläubige

Herzlich willkommen zum heutigen Impuls – in dieser Zeit von ausserordentlichen Massnahmen.

Als die Schriftgelehrten Jesus nach dem höchsten Gebot gefragt haben, hat er ihnen zur Antwort gegeben: «Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen und von ganzer Seele.» Jesus hat dies dann sogar noch mit einem Bibelzitat ergänzt: Und das andere Gebot ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es gibt kein grösseres Gebot als diese.»

In unserem Leben sorgen wir viel für andere und vergessen dabei oft uns selbst. Wir nehmen Anteil an den Sorgen von unseren Mitmenschen und bringen für uns selbst kaum Mitgefühl auf. Dabei wäre unser Leben viel einfacher, wenn wir uns in schwierigen Situationen auch Gutes tun würden.
Jesus ist das ganz wichtig gewesen: Dass seine Jünger das verstehen: liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.

Darum möchte ich Sie gerade in dieser Zeit ermuntern: Schauen Sie gut zu sich. Ein achtsamer Umgang mit sich selber führt auch zu einem achtsamen Umgang mit unseren Mitmenschen. Schauen Sie gut zu sich. Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und Gottes Segen.

Alex Hutter
Diakon / Spitalseelsorger




Die Bibel erzählt vom Ausbruch einer schlimmen Pest, und wann sie gestoppt wurde. König David bestürmt Gott, dass er der Seuche Einhalt gebiete – denn das Volk treffe keine Schuld. Wenn schon, sei er, David, der zu bestrafende.

Der Engel, der das Volk mit der Pest schlug, wurde knapp vor Jerusalem gestoppt. Bei der «Tenne des Arauna».
So erzählt es das zweite Samuel-Buch. David baute dann auf dieser Tenne einen Altar und opferte Gott. Das zweite Chronik-Buch schliesslich wird berichten, dass just an diesem Ort, der Tenne des Arauna, Salomo den Tempel errichten wird.

Wo sich ein Schicksal wendet, wo Gott -sozusagen- umkehrt, Halt macht, wird später der Ort des Heiligtums.

Auch Corona wird irgendmal den Zenit überschritten haben. Dass kann uns zum Neustart werden.

Nicht nur, dass das leben wieder seinen gewohnteren Gang gehen wird, sondern dass wir neu die Nähe zum Heiligen erfahren.

Thomas Markus Meier
Pastoralraumleiter / Theologischer Leiter
Bereitgestellt: 19.03.2020     Besuche: 795 Monat 
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