Mitsommerfest
Innehalten, Perspektivenwechsel und Hoffnungsmoment.
Das Mitsommerfest 2026 liess sich unsere Pfarrei nicht entgehen. Die ausgezeichnete Lage unserer Stadtkirche – am Rand des Festgeländes aber keineswegs «ab vom Schuss» – lud bereits am Freitagabend ein, durchzuatmen, abzuschalten und innezuhalten. Über dem Taufstein inspirierten vier Hoffnungstexte und schon am Samstagmorgen füllten sich die Stellwände mit ersten Statements der Besuchenden: Was bereitet Kopfzerbrechen, wofür darf man Danke sagen, was tragen Menschen im Herzen? Es ergab sich ein niederschwelliger, doch persönlicher Austausch über die drei Feststage.
Ebenso aktiv war die Beteiligung an der Kirchturmführung. Rund 170 Personen wurden vom Hauptportal über die Empore, den Estrich zum Glockenstuhl geführt und fachkundig informiert. Oben eröffnete sich ein atemberaubender Blick auf die Hauptbühne und das Festgelände vor dem Regierungsgebäude – eine etwas andere Perspektive auf das Mitsommerfest, die bestätigte: Hier gelingt ein friedliches Miteinander.
Lukas Schönenberger, Leitungsassistent
Hoffnung verbindet
Mitten im bunten Treiben des Mitsommerfests wurde die «Stunde der Hoffnung» am Sonntagmorgen zu einem besonderen Ort der Begegnung. Die vielen Besucherinnen und Besucher liessen sich von Musik, Tanz und inspirierenden Impulsen mitnehmen und setzten gemeinsam ein Zeichen für Hoffnung und Frieden. Der Union Gospel Choir und die albanische Tanzgruppe trugen, zusammen mit dem gemeinsamen Singen, zu einer lebensfrohen Atmosphäre bei. An drei verschiedenen Stationen konnten Hoffnungen festgehalten, Anker gestaltet und neue Begegnungen geknüpft werden.
Besonders gut angekommen ist das Miteinander von Kirchen und Religionen. Katholische, evangelische, neuapostolische und muslimische Vertreter brachten ihre Friedensbotschaften ein und zeigten: Trotz unterschiedlicher Glaubenstraditionen verbindet uns die Sehnsucht nach Frieden und einem guten Zusammenleben. Die vielen positiven Rückmeldungen machen Mut. Die «Stunde der Hoffnung» hat gezeigt: Wenn Menschen aufeinander zugehen, wächst Hoffnung – und Frieden wird erfahrbar.
Alex Hutter, Diakon