Pilgerwanderung Spazier-/Wandergruppe
Am 10. Mai fand unser diesjähriger Pilgertag statt. Treffpunkt war wie jedes Jahr vor dem Kiosk beim Bahnhof Frauenfeld.
Um 08.10 Uhr nieselte es leicht und der Wetterbericht versprach keine grossen Aufhellungen. Trotz schlechter Wetterprognose kamen 12 wasserfeste Wanderfreudige zum Treffpunkt. Gut gelaunt stiegen wir in den Zug, der von Pendlern gut besetzt war. Wir fuhren nach Zürich und wechselten dort auf die S 15.
In Rüti ging unsere Wanderung los. Es war schon zu Beginn klar, dass der Regenschirm aufgespannt und die Regenhose angezogen werden musste. Mit dem Ziel, uns vom Wetter die gute Laune nicht verderben zu lassen, marschierten wir los. Schön und abwechslungsreich war die Strecke. Sie führte uns zur Chüeweid, zum Weiler Moos und zum Hochmoor Moosriet kurz vor dem Forsthaus Grunau. Dort gab es einen Toilettenstop. Leider konnten wir den schönen Rastplatz mit Weiher und guter Infrastruktur nicht nutzen. Die Feuerstellen waren mit Wasser gefüllt und alle Bänkli und Tische komplett nass.
Abwechslungsreicher Wandertag mit guten Gesprächen
Unsere treuen Helferinnen Barbara, Ursula und Elisabeth haben aber tipp topp entschieden und stellten am Morgen 200 Meter entfernt bei einem Holzhüttlein ihren mitgebrachten Holzkohlengrill auf. Als wir ziemlich nass und nicht mehr ganz so gut gelaunt bei ihnen ankamen, war die Glut perfekt. Auch heisses Wasser hatten sie schon bereit, das war prima. So konnten wir uns mit einer Tasse Tee aufwärmen und unsere Würste grillieren. Das Hüttlein war wie gemacht für uns. Auf den beiden langen Holzbänken hatten wir alle Platz und konnten unseren Zmittag im Trockenen geniessen.
Wir machten 1½ Stunden Pause und als es wieder los ging, waren unsere Kleider beinahe wieder trocken. Gestärkt und wieder guten Mutes machte wir uns erneut auf den Weg. Schon bald erreichten wir die Umgebung von Rapperswil. Der Pilgerweg führte uns durch Wohnquartiere direkt in die Stadt. Bei der katholischen Kirche St. Johann machten wir nochmals einen Halt. Wir schauten uns die Kirche an und sangen «dona nobis pacem» und «kumbaya my lord». Die Kirche ist prominent gelegen, bei schönem Wetter hat man eine wunderbare Aussicht auf die Berge und den Zürichsee. Immerhin gab es eine kurze Regenpause und wir konnten im Trockenen ein Gruppenbild machen.
Beim Bahnhof verabschiedeten wir eine Pilgerin, die Anderen entschieden sich, noch über den Damm zu spazieren. Der Steg bietet eine gute Gelegenheit, Wasservögel zu beobachten. In Hurden beendeten wir unseren Pilgertag. Mit dem Zug fuhren wir am anderen Seeufer entlang über Zürich zurück und kamen um 17.10 Uhr in Frauenfeld an. Trotz Regenwetter erlebten wir einen tollen, abwechslungsreichen Wandertag mit guten Gesprächen.
Susi Witzig, Freiwilligenteam Spazier-/Wandergruppe