Claudia Steiger

Pfarreireise nach Irland

Pfarreireise - Irland 2023 (Foto: Thomas Markus Meier)

Das abwechslungsreiche Programm zum Thema «Auf den Spuren der Spiritualität Irlands» versprach eine interessante Reise. Auf dem Programm stand der Besuch von Abbeys, Castles, Städten und Naturwundern.
Schon am ersten Tag konnten wir im Trinity College das Evangelien-Manuskript «Book of Kells» bewundern. Die riesige Bibliothek war auch ohne Bücher beeindruckend. Die Regale waren ausgeräumt, da das Gebäude bald renoviert wird.

Der Eifer der irischen Mönche
In irischen Kirchen, Klöstern und Friedhöfen spürt man, wie das Christentum die Keltische Tradition integriert hat. Am bekanntesten ist das irische Kreuz, das auch heute noch verwendet wird: das christliche Kreuz umgeben von einem Kreis, dem keltischen Sonnensymbol.

Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die über 500 Jahre alten Rundtürme, die durch ihre Höhe und ihre Bauweise ohne Mörtel imponieren. Die alten Klosteranlagen zeugen vom Eifer der irischen Mönche. Ihr Feuer trugen sie nach ganz Europa, auch in die Schweiz. Man nimmt an, dass Gallus ein irischer Mönch war. Der bekannteste irische Heilige ist St. Patrick.

Wasser vom Himmel in all seinen Variationen
Am besten gefallen hat mir die irische Landschaft mit ihren Kliffs und den unzähligen Grüntönen, nicht umsonst wird Irland die grüne Insel genannt. Damit das Land so grün sein kann, braucht es Regen. Nach fünf sonnigen Tagen durften wir das Wasser vom Himmel in all seinen Variationen kennenlernen. Aber wie sagt ein Sprichwort der Iren: Es könnte schlimmer sein! Und wir waren ja in der glücklichen Lage, nach einer verregneten Besichtigung in den trockenen Bus zu steigen und uns bei irischer Musik zu erholen. Als Trost für zwei wirklich verregnete Tage, an denen wir die Landschaft durch einen grauen Schleier wahrnahmen, konnten wir am Abend eine Celtic Stepptanz-Show geniessen. Welch ein Genuss! Am Abend wurde viel geplaudert und noch mehr gelacht, denn ohne ein Lächeln im Gesicht, ist man nicht ganz angezogen.

Nach einer sehr kurzen Nacht (Aufstehen um 04.30 Uhr) flogen wir zurück nach Zürich, gefüllt mit Eindrücken, den Koffer voll mit Andenken, sei es Lebenswasser, Pullover, Schafen oder anderen Souvenirs. Danke an alle, es war schön und wir waren eine tolle Gruppe!

Und zum Schluss ein bekannter irischer Segen:

Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,
möge der Wind dir den Rücken stärken.
Möge die Sonne dein Gesicht erhellen
und der Regen um dich her die Felder tränken.
Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen,
möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.

Heidi Guggenbühl
Bereitgestellt: 16.07.2021      
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