Claudia Steiger

Pilgerwanderung Spazier-Wander-Gruppe

Pilgerwanderung Spazier-Wander-Gruppe 2024 (Foto: Helen Heim)

Vielversprechend sah das Wetter nicht gerade aus und auch der Wetterbericht präsentierte sich an diesem Morgen Anfang Mai sehr pessimistisch. Umso erfreulicher war es für das Vorbereitungsteam, dass sich zwölf wasserfeste Pilgerinnen und Pilger beim Treffpunkt versammelt hatten.
In einem für uns reservierten Wagen fuhren wir nach Zürich und stiegen dort um in die S-Bahn, die uns nach Pfäffikon brachte. Nach einem kurzen Kaffeehalt stiegen wir gleich beim Bahnhof Pfäffikon in einen für uns reservierten Kleinbus ein, der uns ein gutes Stück den Berg aufwärts führte, in die Nähe unseres Grillplatzes. Der Chauffeur staunte über unsere gute Laune, regnete es doch immer noch stark und auch Christophs Versuch, Petrus milde zu stimmen, brauchte seine Zeit.

Deshalb war es ganz gut, dass wir schon nach kurzer Wanderzeit die Grillstelle Gruebi im Bannwald Etzel Nord auf 820 Meter über Meer erreichten. Dort brannte ein loderndes Feuer, welches Barbara und Helen bereits entzündet hatten. Im grosszügigen, gedeckten Unterstand konnten nass gewordene Kleider ausgezogen werden. Im Trockenen war es dann ganz gemütlich. Obwohl noch niemand richtig hungrig war, begannen wir schon bald unsere Würste auf den Grill zu legen.

Eindrückliche Teufelsbrücke
Bevor uns kalt wurde, wanderten wir bald wieder weiter. Immer noch im Regen, gut eingepackt. Bereits um 12.15 Uhr sassen wir in der Kapelle St. Meinrad wieder am «Schärmä». Das ist eine wunderbare Kapelle, sie lud uns geradezu ein, in ein «dona nobis pacem» einzustimmen. Auch «ubi caritas et amor» klang ganz schön, worauf ein Pilger, welcher zu einer deutschen Gruppe gehörte wissen wollte, woher wir kämen. Mit Inbrunst erzählte er uns darauf seine ganze Pilgerkarriere, an ein weiters Lied war danach nicht mehr zu denken.

Nach einem Abstieg und einer kurzen Etappe kehrten wir beim Geburtshaus von Paracelsus, dem heutigen Restaurant Krone in Egg, SZ ein. Nach Kaffee und WC Halt führte uns der Weg über die eindrückliche Teufelsbrücke. So wie sich die Brücke heute präsentiert, wurde sie 1699 von Kaspar Moosberger entworfen. Dieser hatte ebenfalls die Pläne für das Kloster Einsiedeln und die Pläne für die Kapelle St. Meinrad gezeichnet.

Andächtige Stille
Kurz nach der Brücke klarte der Himmel auf und die Sonne begleitete uns just für den kurzen, steilen Aufstieg. Die Regenschirme, Windjacken und auch Pullover konnten wir getrost im Rucksack verstauen. Auf der Höhe angekommen, wurden wir mit einer prächtigen Aussicht auf den Sihlsee belohnt. Beim Wegweiser Hochmatt, eine Stunde Wanderzeit von Einsiedeln entfernt, konnten wir auch schon das Kloster in der Ferne entdecken. Mit dieser schönen Aussicht vor Augen erreichten wir unser Ziel gutgelaunt, obwohl wir die Regenschirme noch einmal auspacken mussten.

Die schöne, helle, wunderbar restaurierte Klosterkirche, in der andächtige Stille herrschte, liess jede und jeder allein auf sich wirken. Hier endete dann auch unser Pilgertag und in gut besetzen Zügen reisten wir zurück nach Frauenfeld.
Für das Freiwilligenteam, Susi Witzig
Bereitgestellt: 25.11.2021      
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