Claudia Steiger

Klarer Klang in St. Nikolaus

Mikrofon <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Mich&egrave;le&nbsp;Rova)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>821</div><div class='bid' style='display:none;'>8177</div><div class='usr' style='display:none;'>96</div>

Die 20-jährige Tonanlage der Stadtkirche hat ausgedient. Nun wartet St. Nikolaus mit einer neuen Audioanlage auf und sorgt so wieder für mehr Sprachverständnis während den Gottesdiensten.
Ende Februar wurde in der Stadtkirche St. Nikolaus die in die Jahre gekommene Tonanlage durch eine komplett neue Audioanlage mit Lautsprechern, Mikrofonen und neuer Technik ersetzt. Das Ergebnis überzeugt: mehr Klarheit, mehr Brillanz und weniger Nebengeräusche. Kurz: mehr Hörgenuss und besseres Sprachverständnis.

Bei der Sanierung der Stadtkirche im Jahr 2016 war der Wunsch nach besserer Qualität im Hörbereich noch kein Thema. «Doch mit der Zeit nahm die Leistung der Anlage stets ab, was uns auch die Kirchgänger*innen klagten», erklärt Christof Kaiser, Leiter Hausdienst. Zudem war die alte Anlage nicht mehr kompatibel mit den modernen technischen Anforderungen wie beispielsweise einer Fernsteuerung per Funk. Umfangreiche Tests und eine Audioanalyse durch die Firma Muribär, Beschallungsspezialistin für Kirchen aus dem luzernischen Büron, bestätigten die Qualitätsdefizite der bisherigen Tonanlage.

Neue Zentrale als Herzstück
Während vier Tagen wurden die alte Audioanlage demontiert und ausgewechselt, die Beschallungsanlage eingebaut und neue, farblich auf die Tragsäulen abgestimmte Speziallautsprecher im richtigen Neigungswinkel montiert. Der Chorraum erhielt zwei dezent installierte, kleine Lautsprecher, damit das gesprochene Wort auch in diesem Bereich gut verstanden wird. Herzstück der neuen Anlage ist die komplett neue Zentrale mit Steuerung und Netzwerktechnik. Zwei Jahre lang wurden der Prototyp ausgetestet und Erfahrungen gesammelt, bevor die Anlage nun ausgereift, erstmalig im Einsatz ist. Die Beschallungsanlage der Stadtkirche ist damit wieder «state of the art».

Die grösste Herausforderung der Spezialist*innen für Kirchenbeschallung ist und bleibt nach wie vor aufgrund der Architektur der Hall. «Bauliche Gegebenheiten, Sitzkissen oder besetzte Kirchbänke dämpfen grundsätzlich den Hall in Kirchen, doch dies reicht nicht aus», erklärt Markus Müller, Senior Berater und Projektverantwortlicher bei Muribär. Dank neuer Technik und moderner Mikrofon- und Lautsprechersysteme ist es heute möglich, einerseits wenig Raum anzusprechen und so den Ton geräuschärmer einzufangen und anderseits die direkte Beschallung der Kirchgänger*innen mittels engem, vertikalem Abstrahlwinkel einzugrenzen und damit besser zu steuern, erklärt Markus Müller weiter. Als Experte hat er sich seit über 30 Jahren auf die Beschallung von Kirchen spezialisiert.

Verstärkte Audiosignale
Ein Gottesdienst kann für Menschen mit Hörproblemen zu einer echten Herausforderung werden – selbst, wenn sie ein Hörgerät tragen. Damit auch schwerhörige Menschen den Worten der Liturgen folgen können, wurde in der Stadtkirche bereits bei der Sanierung im Jahr 2016 eine Induktionsschleifen-Höranlage im vorderen Teil der Kirche eingebaut und in den vorderen Reihen entsprechend signalisiert. Dank dieser Technik können hörbeeinträchtigte Personen und schwerhörige Kirchbürger*innen mit einem entsprechend ausgestatteten Hörgerät die Audiosignale der Mikrofone verstärkt über ihr Hörgerät einspeisen. Dies erleichtert die akustische Teilnahme am Gottesdienst. Ob Ihr Hörgerät über diese nützliche Technik verfügt, kann Ihnen Ihre Hörgerätefachperson sagen.
Michèle Rova, Leiterin Kommunikation
Bereitgestellt: 26.03.2021     Besuche: 56 Monat 
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