Claudia Steiger

Ein Haus für die Jubla

Jublahaus Gachnang 2025 (Foto: Jubla Gachnang)

Mitte November lud die Jubla Gachnang anlässlich des Gottesdienstes mit Miniaufnahme in der Kirche Bruder Klaus zum gemeinsamen Brunch im Pfarreisaal ein.
Während der Feier gab der Kirchgemeinderat eine für die Schar erfreuliche Nachricht bekannt: Der Jubla Gachnang wird künftig ein eigenes Haus zur Verfügung gestellt. «Für uns geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung», freut sich Scharleiterin Emily Charles.

Nach dem Gottesdienst wurde das Buffet eröffnet. Über hundert Besucherinnen und Besucher versammelten sich im grossen Saal zum gemeinsamen Brunch. Im Rahmen dieses Anlasses wurde der Vertrag zwischen der Kirchgemeinde und der Jubla offiziell unterzeichnet. Parallel dazu fanden geführte Besichtigungen durch das Jublahaus statt. «Es ist schön zu sehen, wie gross das Interesse und die Unterstützung aus der Bevölkerung sind», so Emily Charles.

Die Gäste wurden zudem eingeladen, eigene Namensvorschläge für das neue Haus einzureichen. Ganz im Sinne der Tradition der Jubla Gachnang soll auch das Haus eine feierliche «Taufe» erhalten – so wie jedes Mitglied der Schar. Die gesammelten Spenden des Anlasses unterstützen das Leitungsteam wesentlich dabei, das Projekt «Jublahaus» umzusetzen. «Mit viel Motivation und Vorfreude machen wir uns nun an die Planung», erklärt Emily Charles, «damit ein lebendiger Treffpunkt für die ganze Schar entstehen kann.»


Ladina Schocher (Foto: Manuel Schmucki/Jubla Thurgau)
«Ein langjähriger Traum»
Ladina Schocher, Kantonsleiterin Jubla Thurgau seit April 2024
ehem. Scharleiterin Jubla Gachnang


Wer ist die aktuelle Kantonsleiterin der Jubla Thurgau?
Ich befinde mich aktuell im letzten Jahr des Masterstudiums Umweltingenieurwissenschaften an der ETH, wo ich mich auf Umweltressourcen und Böden fokussiert habe.
Seit der zweiten Klasse bin ich ein grosser Fan der Jubla und war wann immer möglich überall mit dabei. Und wenn ich meine Freizeit nicht mit Jubla fülle, spiele ich gerne Volleyball oder versuche mich an verschiedenen kreativen Hobbies.


Was bedeutet der Wechsel von Schar- zu Kantonsleitung?
Der Wechsel von Schar- zu Kantonsleitung bedeutete für mich, nun weiter weg vom Geschehen zu sein. Jubla war für mich immer mit einer sinnvollen Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche verbunden. Mit dem Wechsel bin ich nun nicht mehr in der Rolle als Planerin solcher Aktivitäten, sondern eher als Wegbereiterin für all die motivierten Leiter*innen.

Was hast du im letzten Jahr als Kantonsleiterin erlebt?
Das Jahr 2025 war für mich mit vielen Jubla-Erlebnissen gefüllt. Im Frühling habe ich zum vierten Mal den Schar- und Lagerleitungskurs des Kantons Thurgau mitgeleitet und gemeinsam mit den anderen Kantonsleiter*innen aus der ganzen Schweiz an der Bundesversammlung mitbestimmt. Meine Weiterbildung zur J+S-Expertin und Coach und die zweitägige Bundesversammlung haben im Herbst meine Jubla-Erlebnisse abgeschlossen.

Wie sehen die längerfristigen Ziele der Jubla Thurgau aus?
Uns von der Kantonsleitung ist es ein grosses Anliegen, den Scharen den Jubla-Alltag zu ermöglichen. Dazu wollen wir sie auf verschiedenen Ebenen unterstützen. Nebst der Durchführung von J+S Kursen beschäftigen wir uns aktuell auch mit Optionen, wie wir die Scharen ausserhalb von Lagern noch besser unterstützen können. Im kommenden Jahr werden wir viele Ressourcen in dieses Ziel investieren.

Wie bleibst du mit der Jubla Gachnang verbunden?
Im Sommer durfte ich meine ehemalige Schar elf Tage lang im Sommerlager bekochen, dies war ein spannender Rollenwechsel. Ausserdem haben einige motivierte Jublagspänli und ich im Herbst den Ehemaligen Verein der Jubla Gachnang gegründet. So können wir gemeinsam nicht nur in Erinnerungen schwelgen, sondern gleichzeitig die Jubla Gachnang bei Gruppenstunden oder bei der Lagervorbereitung unterstützen und gemeinsam das Jubla-Feuer entfachen lassen.

Was bedeutet der Schar ein neues Jublahaus?
Mit dem Haus hat die Schar einen eigenen Ort, an dem sie sich entfalten und Jubla sein kann. Die Schar kann Gruppen- oder Themenräume einrichten und längerfristige Projekte realisieren. Bei schlechtem Wetter bietet das Haus zusätzliche Möglichkeiten für Gruppenstunden und Scharanlässe. Das Haus bedeutet aber auch Anerkennung, von seitens Kirche, aber auch in der Gemeinde. Es freut mich für die Schar riesig, dass dieser langjährige Traum wahr geworden ist.

Worauf freust du dich 2026?
Ich freue mich auf die Umsetzung meiner Erkenntnisse aus dem Expert*innen-Coach-Kurs im kommenden Schar- und Lagerleitungskurs. Aber auch das Entwickeln von neuen Angeboten für die Scharen wird einen grossen Teil meiner Zeit beanspruchen. Zudem freue ich mich auch sehr auf die vielen neuen Begegnungen, Spielabende und Lagerfeuer.
Bereitgestellt: 13.12.2021      
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