Der Chor der St. Nikolauskirche begleitet den Gottesdienst zu Allerheiligen am 1. November.
Im Gottesdienst zu Allerheiligen am
Sonntag, 1. November, um 10.30 Uhr in der Stadtkirche St. Nikolaus kommen Werke französischer Komponisten des 19. Jahrhunderts zur Aufführung, die allesamt als bedeutende Organisten in die Musikgeschichte eingegangen sind.
Die Stücke stehen exemplarisch für die stilistische Vielfalt der Zeit, die sich zwischen der Rückbesinnung auf alte Vorbilder (Orientierung an der Renaissance-Polyphonie im Stile Palestrinas) einerseits und den harmonischen Neuerungen des frühen Impressionismus andererseits bewegen: Auf dem Programm stehen das
Ave verum von Charles Gounod (1818-1893), das
Tantum ergo des blinden Komponisten Louis Vierne (1870-1937) sowie ein
Ave Maria des im belgischen Lüttich geborenen César Franck (1822-1890). Von Alexandre Guilmant (1837-1911), der als Mitbegründer der Pariser Schola Cantorum einer der wichtigsten Pädagogen seiner Zeit war, erklingt mit dem
Pie Jesu ein Text, der liturgisch in der Totenmesse verortet ist. Der Komponist schrieb das Werk, das im Original nebst Chor und Orgel ein Baritonsolo aufweist, im Jahr 1890 im Andenken an seinen Vater, der im wahrhaft biblischen Alter von 96 Jahren verstorben war.