Monika Leutenegger

Knackerbsen im Klösterli

Sagezu<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-frauenfeldplus.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>351</div><div class='bid' style='display:none;'>4971</div><div class='usr' style='display:none;'>41</div>

In letzter Zeit gibt es viel zu lesen über das Gärtnern in Frauenfeld – auch beim Klösterli ist aus einem Stück Rasen ein Gemüsebeet entstanden. Dabei geht es unter anderem um «Sagezu», offenes und urbanes Gärtnern, biologisches Saatgut und Gemeinschaftsgärten.
Bei all den Begriffen kann es schwierig werden, den Überblick zu behalten und die Zusammenhänge zu sehen. Gerne versuche ich zu erklären, was in Frauenfeld angeboten und gepflanzt wird.
Der Beginn macht der Dachverein «Offenes Gärtnern in Frauenfeld». Dieser hat Gemeinschaftsgärten initiiert, so dass eine Gruppe von Personen gemeinsam ein Stück Land bepflanzen kann. Im Weiteren entstand daraus das urbane Gärtnern. Dabei pflegt der Verein fünf Standorte in Frauenfeld mit Beeren (unterhalb des Klösterlis), Gemüsen und Kräutern (Kappeler Spielplatz, Burstelpark, Murgplatz, Friedheim). Sobald die Erntezeit da ist, wird bei jedem Standort publiziert, dass sich alle bedienen dürfen.
Dieses Jahr hat nun das Projekt «Sagezu» gestartet. Es ist Teil einer nationalen Studie des Bundesamtes für Landwirtschaft. Die Idee ist, dass Samen gezüchtet werden, die an die Umweltbedingungen des jeweiligen Standtortes angepasst sind. So braucht es unterschiedliche Samen für städtische und ländliche Regionen, sowie für Tal- und Berggebiete. Es findet nun zuerst eine Sortenauswahl für drei Pflanzen (Knackerbsen, Karotten und Physalis – Andenbeeren) statt. Die beste Sorte wird danach gezüchtet und ab nächstem Jahr verkauft. Diese ist für den Standort Frauenfeld geeignet und kann sowohl im Garten wie auf dem Balkon angepflanzt werden. Das Projekt «Sagezu» soll einen Beitrag zur Selbstversorgung und die Unabhängigkeit von Grosskonzernen bieten.
Die Pfarrei St. Anna unterstützt das Projekt im Rahmen des «Grünen Güggel» (Umweltzertifikat) und stellt im Klösterligarten eine Fläche für die Zucht der Sortenauswahl zur Verfügung.
Der Verein «Offenes Gärtnern in Frauenfeld» freut sich über neue Mitglieder und Spenden, damit alle Projekte weitergeführt werden können. Ich danke Frau Judith Degen des Vereins «Offenes Gärtnern in Frauenfeld» herzlich für die Beantwortung all meiner Fragen. Ich hoffe, dass nicht nur mir klargeworden ist, wofür einige der schönen Gärten in Frauenfeld genutzt werden.

Monika Leutenegger,
Bereitgestellt: 05.04.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch